Der gebürtige Frankfurter Anton Segner hat sein Debüt für die legendären All Blacks gegeben. Der 24 Jahre alte Rugby-Profi kam beim 47:17 der Neuseeländer in der Nation Championship gegen Italien in der 40. Minute ins Spiel und avancierte damit zum 1237. Nationalspieler beim dreimaligen Weltmeister. Auf der Tribüne in Wellington freuten sich seine Eltern und seine beiden Brüder über den Einsatz.
„Damals in Deutschland, als ich neun Jahre alt war, war das ein sehr, sehr ferner Traum – wenn es überhaupt ein Traum war“, sagte Segner nach dem Spiel: „Das heute hautnah miterleben zu dürfen, war etwas ganz Besonderes.“
Segner, der mit 15 Jahren vom deutschen Serienmeister SC 1880 Frankfurt dank eines Stipendiums ans College im neuseeländischen Nelson gegangen war, hat es als erster deutscher Spieler in der Rugby-Nation Neuseeland zum Profi geschafft. Seit 2022 spielt er für die Blues aus Auckland, nach der abgelaufenen Super-Rugby-Saison wurde er ins Team des Jahres gewählt. Wer mindestens fünf Jahre in Neuseeland gelebt hat, ist berechtigt, für die All Blacks aufzulaufen.
„Ich bin im Moment überglücklich. Am besten lässt es sich mit ‚ein wahr gewordener Traum‘ beschreiben – es ist alles, was ich mir erhofft habe, und noch viel mehr“, sagte der Flügelstürmer, der laut dem Spielbericht der All Blacks „eine beeindruckende“ Leistung gezeigt habe.
Segner kam gegen Außenseiter Italien beim Stand von 14:10 in die Partie und half, die Führung auszubauen. Der Sieg war dem Team von Coach Dave Rennie, der die All Blacks seit Februar trainiert, bald nicht mehr zu nehmen, es war der 19. im 19. Duell mit Italien. Will Jordan wurde dabei zum erfolgreichsten Punktesammler in der Geschichte der All Blacks. Zum Auftakt des alle zwei Jahre stattfindenden internationalen Wettbewerbs hatte Neuseeland gegen Frankreich 34:32 gewonnen. In der Partie fehlte Segner im Kader.