Aus Leipzig berichtet Eric Böhm
Leipzig – Die Zukunft des deutschen Basketball hat begonnen.
Im ersten Vorbereitungsspiel auf die EM-Qualifikation mit den Summer Leaguern aus der NBA besiegte die Nationalmannschaft den WM-Teilnehmer Finnland mit 74:67 (37:39) (DATENCENTER: Der Quali-Spielplan).
Dabei absolvierte der einzige aktuelle NBA-Profi Dennis Schröder (Atlanta Hawks) im Team von Bundestrainer Emir Mutapcic sein erstes Länderspiel.
Mit guten Pässen und aggressiver Verteidigung überzeugte er als Spielgestalter. Außerdem markierte er sieben Punkte. Bester Schütze war Elias Harris (13 Zähler).
Erfahrene Startformation
Im ersten echten Härtetest gegen die Mannschaft des ehemaligen Nationalcoaches Henrik Dettmann begann das DBB-Team vor mageren 2000 Zuschauern aber zunächst ohne Schröder und den zweiten Debütanten Daniel Theis.
Stattdessen vertraute Mutapcic auf den erfahrenen Kapitän Heiko Schaffartzik und Karsten Tadda im Backcourt. Der Bamberger Harris, Lucca Staiger und Maik Zirbes komplettierten die erste Fünf.
Die Kaderumstellungen waren der Truppe in der Anfangsphase aber deutlich anzumerken.
Viele Fehler und wilde Würfe waren die Folge. Das vom FC Bayern bekannt aggressive Spiel seines Chefs Svetislav Pesic, das Mutapcic sehen will, war nur in Ansätzen zu erahnen.
Schröder bringt sofort Schwung
Die Finnen waren naturgemäß deutlich eingespielter. Vor allem ihr Point Guard Petteri Koponen (16 Zähler) – seine NBA-Rechte liegen bei Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks – spielte seine große europäische Erfahrung aus.
Beim Stand von 7:16 durfte dann Schröder gemeinsam mit Robin Benzing aufs Parkett. Der ebenfalls gekommene Theis (11 Punkte) führte sich mit einem Dreier gut ein.
Kurz darauf bediente Schröder den schon in der Summer League starken Theis mit einem umjubelten Alley-Oop. Die nächsten beiden Assists nutzte Benzing zum 20:19.