Die Dallas Mavericks sind derzeit eines der heißesten Teams der NBA

Was komisch klingt, ist wahr – zumindest, wenn man auf die aktuellen Serien schaut. Die Mavericks haben die letzten vier Spiele gewonnen, diese Bilanz wird derzeit nur durch die Cleveland Cavaliers und die San Antonio Spurs getoppt.

Das Formhoch kommt im Playoff-Kampf zur rechten Zeit – auch wenn die vier Siege zur Kategorie „Pflichtaufgabe“ gehörten.

Endspiele im Endspurt

Denn für Dallas geht es ums nackte Überleben. Fünf Spiele stehen noch auf dem Programm. Aktuell liegen die Mavericks mit 39 Siegen und 38 Niederlagen auf Rang sieben in der Western Conference.

Knapp vor ihnen liegen die Memphis Grizzlies (5., 42-36) und die Portland Trail Blazers (6., 42-37), dicht hinter Dirk Nowitzki & Co. lauern die Utah Jazz (8., 39-39) und die Houston Rockets (9., 38-39).

Auf die Texaner wartet ein knackiges Restprogramm mit drei direkten Duellen gegen die Konkurrenz. Los geht es in der Nacht auf Donnerstag (ab 3.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US) gegen die Rockets.

Was im Fußball ein Sechs-Punkte-Spiel wäre, hat auch in der besten Basketballliga der Welt Endspielcharakter. Denn mit einem Sieg könnten die Mavericks den Vorsprung auf den texanischen Rivalen auf zwei Siege ausbauen und im direkten Vergleich für das 2:2 sorgen.

Bei einer Niederlage würde Houston dagegen vorbeiziehen (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US).

SPORT1 zeigt, worauf es im Duell mit den Rockets ankommt.

Die Defense

Bei jedem der letzten vier Erfolge hielt das Team von Rick Carlisle seinen Gegenüber bei unter 90 Punkten. Einen entscheidenden Anteil daran hat Rookie Justin Anderson, der nach dem Saisonaus von Chandler Parsons in die Startformation gerückt ist und wichtige (athletische) Impulse setzt.

Dallas Mavericks v Golden State Warriors
Dallas Mavericks v Golden State Warriors

Neben Anderson ist vor allem Wesley Matthews gefragt, der sich wohl die meiste Zeit um James Harden (28,7 Punkte pro Partie) kümmern wird. Bisher hatte Dallas den Superstar (35,5 Prozent Wurfquote in den Duellen) einigermaßen im Griff.

Nowitzkis Rhythmus

Dallas steckt vor allem dank Dirk Nowitzki (18,4 Zähler) in dieser Saison mitten im Playoff-Kampf. Die aktuellen Erfolgserlebnisse gehen aber nicht unbedingt auf Nowitzkis Konto. Gerade einmal 27,6 Prozent seiner Würfe brachte der deutsche Superstar in den letzten vier Partien im Korb unter, von der Dreierlinie waren es sogar nur eiskalte 18,2 Prozent. Gegen Houston braucht Dallas einen Nowitzki in Normalform.

J.J. Barea

Jose Juan Barea auf einer Stufe mit LeBron James? Während das Niveau beider Spieler normalerweise ähnlich weit auseinander liegt wie ihr Größenunterschied (1,83 Meter zu 2,03 Meter), erhielten in der vergangenen Woche beide die Auszeichnung zum Spieler der Woche.

Mit 23,5 Punkten und 6,8 Assists sprang Barea für den verletzten Deron Williams in die Bresche und führte Dallas zur 4:0-Woche. Dabei verwandelte er 52,1 Prozent aus dem Feld und 48,0 Prozent aus der Distanz. Williams‘ Mitwirken gegen die Rockets ist unsicher, Bareas Aggressivität wird also erneut gefragt sein.