Diese zweite Hälfte würde LeBron James wohl gerne vergessen.
Die Golden State Warriors haben Spiel eins hinter sich gelassen und gegen die Los Angeles Lakers ausgeglichen. Das Team um Superstar Steph Curry fegte LeBron James & Co. mit 127:100 aus der eigenen Halle und stellte nach Spiel zwei der Western Conference Semifinals somit auf 1-1.
Bereits zur Halbzeit lagen die Warriors mit 67:56 auf Siegkurs. Bis dahin stemmte sich ein starker LeBron mit 21 Punkten gegen die drohende Niederlage. Einen „King“ in Topform hätten die Lakers jedoch auch im zweiten Durchgang benötigt. Allerdings kam der 38-Jährige wie verwandelt aus der Kabine.
In den Vierteln drei und vier gelangen ihm lediglich zwei Punkte. Dieser Einbruch war wohl nicht spurlos an LeBron vorbeigegangen. Kurz vor Ende des dritten Viertels – es waren noch knapp 53 Sekunden auf der Spieluhr – verfehlte James einen Dreier. Dabei kam es zu einer Berührung mit GSW-Forward Andrew Wiggins.
Die Kommentatoren bewerteten diesen Kontakt als regelkonform und auch der Unparteiische Pat Fraher kam zu diesem Entschluss – sehr zum Ärger des Lakers-Stars.
LeBron James provoziert technisches Foul
Noch im Zurücklaufen beschwerte sich James lautstark beim Schiedsrichter, der nach einigen Sekunden ein technisches Foul gegen James verhängte. Danach kam es zu einer Diskussion zwischen James und Referee.
Steph Curry ließ sich davon nicht beirren und nutzte den Freiwurf, um auf 106:78 zu erhöhen. Überhaupt waren die „Splash Brothers“ maßgeblich an dem klaren Sieg der Warriors beteiligt: Curry erzielte 20 Zähler und lieferte 12 Assists, sein kongenialer Partner Klay Thompson mutierte mit 30 Punkten zum Topscorer der Partie, traf dabei acht seiner elf Dreierversuche. Draymond Green verpasste knapp ein Triple-Double (11 Punkte, 11 Rebounds, 9 Assists).
LeBron baut nach der Pause ab
Dabei erwischten die Lakers eigentlich den besseren Start: Zum Ende des ersten Viertels konnten sich die Kalifornier auf sieben Zähler absetzen. Dann allerdings übernahmen Curry & Co. das Kommando und erspielten sich ihrerseits einen Halbzeitvorsprung von elf Zählern.
Anthony Davis konnte auf Seiten der Lakers nicht an seiner Monster-Performance aus Spiel eins der Serie anknüpfen (elf Punkte, sieben Rebounds). Dennis Schröder erzielte von der Bank kommend lediglich vier Punkte.
„Als sie vor der Halbzeit diesen Lauf hatten, ist uns das Spiel irgendwie entglitten“, sagte Davis. „Wir müssen Anpassungen für Spiel drei vornehmen“, erklärte James.
Im dritten Viertel fiel auf Seiten der Warriors ein Dreier nach dem anderen, am Ende stand ein 30-Punkte-Vorsprung zu Buche, den der Titelverteidiger souverän nach Hause brachte.
Spiel drei findet in der Nacht zu Sonntag in Los Angeles statt.