Victor Wembanyama hat dem ersten Spiel der Western Conference Finals in der NBA sofort seinen Stempel aufgedrückt. Der Franzose überragte beim 122:115 der San Antonio Spurs nach doppelter Overtime bei den Oklahoma City Thunder mit 41 Punkten und 24 Rebounds.
Dazu gelangen ihm drei Assists, drei Blocks und ein Steal. Er ist damit nach Legende Wilt Chamberlain der einzige Spieler der Geschichte, der bei seinem Debüt in den Conference Finals mindestens 40 Punkte und 20 Rebounds auflegt. Zudem ist er der jüngste Spieler aller Zeiten, dem dies gelang. Seit Charles Barkley 1993 hatte es kein 40/20-Spiel mehr in den Conference Finals gegeben.
Durch den Sieg konnten die Spurs den Thunder direkt den Heimvorteil abnehmen. Mit seinem einzigen getroffenen Dreier sorgte der 22-Jährige für den 108:108-Ausgleich und damit die zweite Overtime. Dort erzielte er insgesamt neun Punkte und führte die Spurs damit fast im Alleingang zum Sieg. Nach der regulären Spielzeit hatte es 101:101 gestanden.
„Eine großartige Leistung – von allen“, merkte ein überragender Wembanyama nach der Partie an. Diese war nicht nur durch seine Leistung historisch: Eine doppelte Overtime in den Conference Finals hatte es seit 1976 nicht mehr gegeben.
NBA: Wembanyama entscheidet Duell der Stars für sich
Ausgerechnet am Abend der MVP-Zeremonie von Shai Gilgeous-Alexander, der zum zweiten Mal in Serie zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt wurde, mussten die Thunder die erste Niederlage in den diesjährigen Playoffs hinnehmen. Der Superstar tat sich lange schwer, beendete die Partie zwar mit 24 Punkten und zwölf Assists, traf aber nur 7 seiner 23 Würfe.
Bester Scorer auf Seiten der Thunder war Alex Caruso, der von der Bank aus 31 Punkte auflegte, zwei Rebounds sammelte und dem zwei Steals gelangen. Jalen Williams meldete sich nach seiner Verletzung mit 26 Punkten zurück. Der deutsche Nationalspieler Isaiah Hartenstein stand rund zwölf Minuten auf dem Feld und machte zwei Punkte.
Die Thunder waren bislang durch die Playoffs gestürmt, die Phoenix Suns und Los Angeles Lakers fertigte der Meister jeweils mit 4:0 ab. In der Hauptrunde hatten die Spurs OKC allerdings in vier der fünf Begegnungen besiegt.
Auch Spiel zwei in Oklahoma
Bei den Spurs lieferte Rookie Dylan Harper ebenfalls ein starkes Spiel: 24 Punkte, elf Rebounds und sechs Assists. Seine sieben Steals sind Playoff-Teamrekord. Stephon Castle steuerte 17 Punkte und elf Assists bei. Bei den Spurs fehlte zudem De’Aaron Fox (Sprunggelenk).
Das zweite Spiel der Best-of-Seven-Serie findet am Mittwoch (Ortszeit) erneut in Oklahoma City statt. Dennis Schröder, der weiter von seinem ersten Meistertitel in der NBA träumt, steigt in der Nacht zu Mittwoch ins Finale der Eastern Conference ein. Mit seinen Cleveland Cavaliers fordert der deutsche Weltmeister die New York Knicks.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)