Es war das Aufreger-Thema der BBL am Wochenende.
Am Samstag verloren die Hamburg Towers knapp bei den NINERS Chemnitz, doch das Ergebnis der Partie war schon wenige Minute nach dem Ende kaum mehr relevant.
Viel mehr drehte sich alles um Hamburg-Profi Lukas Meisner. Er wollte gerade am Mikrofon von Magenta Sport erklären, warum sein Team den Sieg noch aus der Hand gegeben hat, als es zum Eklat kam.
So soll es zu einer Beleidigung eines Chemnitz-Fans in Richtung von Meisner gekommen sein. „Wenn einen die Fans aus Chemnitz die ganze Zeit beleidigen, dann Gratulation an euch“, kritisierte der Vize-Kapitän und nannte das Verhalten „affig“.
Deswegen brach er das Interview mit den Worten „dann können wir den Bums auch lassen“ ab, da er „nicht von der Seite angemacht“ werden wollte.
Towers-Profi erklärt Abbruch von Interview
Auch mit einem Tag Abstand beschäftigten den 27-Jährigen die Vorkommnisse in Chemnitz. Zwar befürworte er Emotionen, denn sie „gehören zum Sport dazu“, erklärte er in einem Statement.
Allerdings sei für ihn eine Grenze überschritten worden. „Wenn ich während des Interviews dann aus der zweiten Reihe angegangenen werde, dann hat das nichts mehr mit Emotionen zu tun. Und da stelle ich mir schon die Frage, wieso einige Fans nicht lieber mit ihrem Team den durchaus wichtigen Sieg im Playoff-Rennen feiern, sondern stattdessen ihre Energie dazu nutzen, mich anzugehen. Das ist keine Situation, der ich mich als Sportler und schon gar nicht als Mensch aussetzen muss“, schildert er. Er habe „persönliche Anfeindungen und Beleidigungen“ erfahren.
Die BBL erklärte bereits am Sonntag, dass sie ein Ermittlungsverfahren einleiten wird. Eine Entscheidung soll es bis spätestens Mittwoch geben.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Chemnitz-Fans negativ aufgefallen sind. In der Partie gegen die BG Göttingen vor rund zweieinhalb Monaten soll Mark Smith rassistisch beleidigt worden sein. Die Liga stellte das Verfahren jedoch ein, da es zwar eine Beleidigung gab, aber kein rassistischer Kontext nachgewiesen werden konnte.