Alba Berlin hat mit dem Rücken zur Wand das Aus in den Playoffs der Basketball-Bundesliga (BBL) abgewendet. Der Hauptrundenzweite bezwang Rasta Vechta im vierten Viertelfinalspiel mit 85:79 (44:44) und stellte damit in der Best-of-five-Serie auf 2:2. Am Mittwoch (18.30 Uhr/Dyn) kann Alba im Showdown vor eigenem Publikum das zweite Viertelfinalaus in Serie abwenden.

Die Niedersachsen aus Vechta waren im Vorfeld nicht müde geworden, ihren Respekt von den angeknockten Berlinern zu betonen. „Ich sage schon die ganze Zeit, dass Alba eine unfassbar gute Mannschaft ist“, mahnte Rastas Headcoach Christian Held – und sollte damit für das vierte Spiel Recht behalten.

Spätestens im dritten Viertel gelang es den Gästen, das aufmüpfige Vechta auf Distanz zu halten. Point Guard Martin Hermannsson, der 18 Punkte erzielte, übernahm Verantwortung und markierte einen wichtigen Korbleger, nachdem Vechta in der Schlussminute auf zwei Punkte verkürzt hatte. Der Isländer übertrumpfte damit auch Vechstas Alonso Verge, der 17 Punkte erzielte. Der Sieger der Serie trifft im Halbfinale auf die BMA365 Bamberg Baskets.

Im früheren Spiel am Sonntag vergaben die Telekom Baskets Bonn ihren ersten Matchball zum Halbfinaleinzug. Bei den Fitness First Würzburg Baskets verlor das Team von Headcoach Marko Stankovic deutlich mit 70:82 (31:36) und musste somit das 2:2 in der Serie hinnehmen. Am Mittwoch (18.30 Uhr/Dyn) kommt es in Bonn nun zum Showdown. Der Gewinner trifft im Halbfinale ab dem 30. Mai auf keinen Geringeren als Titelverteidiger FC Bayern.

Vor 2854 Fans gelang es Gastgeber Würzburg, die bittere Erfahrung aus Spiel drei abzustreifen und die von Headcoach Sasa Filipovski geforderte „mentale Stärke“ zu zeigen. Anders als beim 76:80 vom Freitag gab Würzburg diesmal auch nach der Pause die Führung nicht aus der Hand. Guard Davion Mintz hatte mit 14 Punkten daran maßgeblichen Anteil. 16 Punkte von Bonns Joel Aminu waren nicht genug.