Was für eine Machtdemonstration von Rob Cross! Nach dem Sieg beim New Zealand Darts Masters vor einer Woche holt sich der Engländer auch beim New South Wales Darts Masters im australischen Wollongong den Sieg. Damit tritt „The Voltage“ als großer Triumphator des World-Series-Ausflugs nach Australien und Neuseeland die Rückreise an.
Noch beeindruckender als der Sieg an sich war jedoch die Art und Weise, wie sich der PDC-Weltmeister von 2018 zum Erfolg warf. Im Finale überrollte er Lokalmatador Damon Heta regelrecht mit 8:1 und zerstörte damit den Traum der Fans, einen australischen Sieger feiern zu können.
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Von Beginn an machte Cross klar, dass es an diesem Tag nur einen Sieger geben kann und stürmte auf 7:0 davon. Erst nach einer kurzen Pause konnte „The Heat“ zumindest den Whitewash verhindern und sich im achten Leg bei 68 Rest aufs Scoreboard bringen. Allerdings lauerte Cross auch hier schon auf den entscheidenden Punkt. Lediglich 36 Punkte trennten ihn da noch vom Turniersieg.
Cross verpasst nur knapp seinen zweiten Whitewash
Den holte er sich dann ein Leg später – und schrammte nur knapp am zweiten Whitewash des Tages vorbei, Bereits im Halbfinale ließ er Peter Wright keine Chance und fegte die aktuelle Nummer drei der PDC Order of Merit mit 7:0 geradezu vom Oche. Dabei warf Cross einen überragenden Drei-Dart-Average von 109,59 Punkten und überzeugte mit einer Checkout-Quote von knapp 64 Prozent.
Sein schwerstes Duell bei diesem Wettbewerb musste Cross im Viertelfinale überstehen. Dort setzte er sich gegen Danny Noppert mit 6:4 durch. Der Rest des Tages geriet dann zu einem einzigen Schaulaufen des Manns aus dem englischen Hastings.
Und das nicht ohne Ankündigung: Noch im März hatte Cross im SPORT1-Interview angekündigt, er wolle in die Top-4 der Welt zurückkehren, aktuell wird er an Stelle acht der Order of Merit geführt. Seine Formkurve zeigt aber steil nach oben.
Heta-Gala gegen Price und Kampf gegen Van den Bergh
Hetas Arbeitstag war hingegen das genaue Gegenteil. Gegen Gerwyn Price feierte „The Heat“ einen souveränen 6:3-Sieg und zog damit ins Halbfinale ein.
Lediglich im achten Leg sorgte er für einen kurzen Schreckmoment bei seinen Fans. Gleich zweimal überwarf er bei Rest 52. Aber Price konnte seinerseits weder die 120 noch die 42 auschecken, weswegen Heta doch noch auf 5:3 davonziehen konnte. Damit hatte der 36-Jährige auch den Lauf seines Kontrahenten gebrochen. Hätte Price das Leg für sich entschieden, wäre er nach dem zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand zum Ausgleich gekommen.
So blieb der doppelte Aussetzer von Heta jedoch nur eine kleine Randnotiz auf dessen Weg ins Halbfinale, wo er Dimitri Van den Bergh mit 7:6 niederrang. Damit nahm er auch für seinen Landsmann Simon Whitlock Revanche, der Van den Bergh zuvor 4:6 unterlegen war. Aus der großen Darts-Party aus australischer Sicht wurde es dann aber nichts mehr.
Da hatte ein überragender Cross etwas dagegen.