Das war nichts für schwache Nerven! Florian Hempel hat bei der Hungarian Darts Trophy (Freitag bis Sonntag live im Free-TV auf SPORT1 sowie im kostenlosen Livestream auf SPORT1.de) die zweite Runde auf dramatische Art und Weise erreicht. Der Kölner schlug Callan Rydz, der zwischenzeitlich mit 5:2 führte und Matchdarts hatte, mit 6:5 in den Legs.

Rydz startete traumhaft, gleich im ersten Leg gelang ihm ein Break. Doch Hempel konterte direkt, weil Rydz auf die Doppel schwächelte, während Hempel direkt zuschlug und das Rebreak schaffte. Beim Stand von 2:2 kassierte Hempel allerdings das nächste Break, und Rydz erhöhte bei eigenem Anwurf in der Folge auf 4:2.

Florian Hempel gewann den Krimi gegen Callan Rydz bei der Hungarian Darts Trophy
Florian Hempel gewann den Krimi gegen Callan Rydz bei der Hungarian Darts TrophyFlorian Hempel gewann den Krimi gegen Callan Rydz bei der Hungarian Darts Trophy

Es folgte das nächste Break von Rydz, der 102 auscheckte. Hempel bewies allerdings Kämpfer-Qualitäten und breakte prompt zurück, schaffte mit einem 14-Darter den Anschluss.

Zwei Matchdarts von Rydz

Im zehnten Leg vergab Rydz dann zwei Matchdarts und brachte Hempel wieder ins Spiel. Im entscheidenden Leg verpatzte Hempel den Anwurf – mit drei Darts schaffte er nur 24 Punkte, doch auch Rydz gelang es nicht, sich abzusetzen.

Am Ende traf Hempel den dritten Matchdarts und machte aus einem 2:5-Rückstand so noch einen 6:5-Sieg. In der zweiten Runde wartet auf Hempel nun Daryl Gurney.

Wenig verliert nach gelungenem Auftakt

Lukas Wenig musste sich zum Abschluss der Nachmittagssession dem Engländer James Wade mit 4:6 geschlagen geben. Dabei erwischte der deutsche Außenseiter einen Traumstart ins Match und ging direkt mit 2:0 in Führung. Doch Wade fand immer besser in die Partie und sicherte sich die vier folgenden Legs.

Am Ende triumphierte der Favorit verdient, was sich in einem deutlichen Unterschied der Averages widerspiegelte: Wade erzielte 94,22 Punkte pro Aufnahme, während Wenig nicht über 83,15 hinauskam.

1. RundeErgebnis
Keane Barry – Darren Beveridge6:2
Sebastian Bialecki – Niels Zonneveld5:6
Gyorgy Jehirszki – Wessel Nijman0:6
Florian Hempel – Callan Rydz6:5
Janos Vegso – Cor Dekker4:6
Brendan Dolan – Martin Lukeman4:6
Alberto Bezjian – Andras Csoka6:4
James Wade – Lukas Wenig6:4

Lokalmatador chancenlos

Im ersten Spiel am Mittag hatte sich Keane Barry gegen Darren Beveridge durchgesetzt. Der Ire bezwang den Schotten mit 6:2. Ebenfalls die Auftakthürde meisterte Niels Zonneveld mit einem 6:5 gegen Sebastian Bielecki, Wessel Nijman ließ dem Lokalmatadoren Gyorgy Jehirszki beim 6:0 keine Chance. Auch Janos Vegso hatte vor heimischen Publikum das Nachsehen (4:6 gegen Cor Dekker).

Dem Sieger von Ungarn winken 30.000 Pfund Preisgeld. Als Titelverteidiger geht Dave Chisnall an den Start. Im Vorjahr hatte „Chizzy“ im Finale gegen Luke Humphries triumphiert.