Danny Noppert hat sich bei der Darts-WM wieder einmal früher als erhofft verabschiedet. Der an Position sieben gesetzte Niederländer musste sich schon in seinem Auftaktspiel in der zweiten Runde geschlagen geben – und zeigte sich hinterher schwer geknickt. (Alle Spiele der Darts-WM LIVE bei SPORT1)
„Mir fehlen so ein bisschen die Worte dafür“, sagte Noppert im Gespräch mit dem niederländischen AD nach dem 0:3 gegen den Engländer Scott Williams: „Wenn ich einen Schritt machen wollte, hätte ich es bei dieser Weltmeisterschaft tun sollen. Sehr unglücklich.“
Über die Runde der letzten 32 ist „The Freeze“ beim Turnier im Londoner Ally Pally bisher nie hinausgekommen. „Die dritte Runde bleibt mein bestes Ergebnis, eine Schande“, bilanzierte er knallhart.
Er habe gegen Williams, der hauchdünn an einem Neun-Darter vorbeischrammte, zwar nie aufgegeben, aber auch keine Chance gehabt: „Im dritten Satz habe ich so schlecht geworfen.“
Titel? „In der Form geht das nicht“
Die zarten Titelhoffnungen des 32-Jährigen – aktuell Nummer sechs der PDC Order of Merit – sind so dahin: „Ja, du willst den Pokal in die Höhe halten, aber in der Form geht das nicht.“
Einen Lichtblick konnte Noppert seinem frühen Aus aber dennoch abgewinnen. Er ist kürzlich Vater einer Tochter geworden, die Feiertage sowie seinen Geburtstag am 31. Dezember könne er nun im Kreise der Familie verbringen. „Das ist dann der Vorteil, aber ich fühle mich jetzt sch****.“
Die Ankunft seiner Tochter, ergänzte der Darts-Profi noch, habe seine Vorbereitung auf die WM zwar verändert, aber nicht negativ beeinflusst: „Ich habe die Players Championship Finals verpasst, also verpasst man ein paar Trainingseinheiten auf Podiumsebene und hat etwas weniger Schlaf, aber auch das nehme ich in Kauf. Ob es also daran lag? Sicherlich nicht, nach der Geburt meines Sohnes habe ich die UK Open gewonnen.“