Die erste Überraschung des Abends ist perfekt! Paolo Nebrida hat ein mitreißendes Spiel bei der Darts-WM für sich entschieden und den Waliser Jim Williams aus dem Turnier geworfen. Der Philippine jubelte am Mittwochabend über einen 3:2-Sieg, es war sein erster Triumph bei der Darts-Weltmeisterschaft überhaupt.

Die Entscheidung fiel im Decider, im fünften und entscheidenden Leg des fünften Satzes. Nebrida checkte 96 Punkte mit drei Pfeilen und ließ sich anschließend vom Publikum im Alexandra Palace abfeiern. SPORT1-Experte Robert Marijanovic sprach vor Nebridas letztem Wurf auf die Doppel-18 von seinem „größten Dart seiner bisherigen Karriere“.

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Williams lässt fünf Matchdarts aus

Der Philippine hatte Satz eins und Satz drei für sich entscheiden können, Gegner Jim Williams sicherte sich Satz zwei und vier. Im fünften Satz sah der Waliser lange Zeit wie der sichere Sieger der Begegnung aus, ließ beim Stand von 2:1 in Legs aber fünf Matchdarts liegen.

Auch im fünften und entscheidenden Leg war Williams lange Zeit vorne, Nebrida nutzte kleine Fehler seines Gegners allerdings eiskalt aus und holte sich das entscheidende Break zum 3:2. Nebrida beendete die Partie mit einem Drei-Dart-Average von 86,63 Punkten, Williams schied trotz eines Average von 94,10 Punkten aus.

Paolo Nebrida konnte sich in seinem Erstrundenduell überraschend gegen Jim Williams durchsetzen
Paolo Nebrida konnte sich in seinem Erstrundenduell überraschend gegen Jim Williams durchsetzenPaolo Nebrida konnte sich in seinem Erstrundenduell überraschend gegen Jim Williams durchsetzen

Für den Philippinen steht am Sonntag die nächste Begegnung auf dem Programm, dann fordert Nebrida den Engländer Ross Smith in Runde zwei.

Darts-WM: Auch Razma und Evans jubeln

Im zweiten Spiel des Abends warf der Lette Madars Razma den Niederländer Christian Kist mit 3:1 aus dem Turnier. Den Höhepunkt der Partie markierte allerdings Kist: Der 38-Jährige warf im letzten Leg des ersten Satzes einen 9-Darter und ließ den Ally Pally beben.

Anschließend war Ricky Evans gegen den Australier Gordon Mathers gefordert. In einer mitreißenden Begegnung setzte sich Evans mit 3:2 in den Sätzen durch, dem Decider im Entscheidungssatz konnte er gerade noch entkommen, indem er 109 Punkte zum Matchgewinn checkte. Evans haderte fast die gesamte Spieldauer über mit seinem Game, wirkte immer wieder frustriert, freute sich dann aber umso mehr als es vorbei war.

Im letzten Match des Abends überstand Nathan Aspinall einen Nervenschlacht gegen den Amerikaner Leonard Gates. „The Asp“ siegte 3:1 nach Sätzen und sicherte sich den entscheidenden Satz im Decider. Die gesamte Partie über hatten beide Spieler enorme Probleme auf die Doppel, die Erleichterung stand Aspinall nach dem verwandelten Matchdart ins Gesicht geschrieben.

Die Ergebnisse der Abendsession
Jim Williams – Paolo Nebrida2:3
Madars Razma – Christian Kist3:1
Ricky Evans – Gordon Mathers3:2
Nathan Aspinall – Leonard Gates3:1