Dreimal die Kurve drei! Beim DTM-Rennen in Spielberg am Samstag hat das Duell zwischen Thomas Preining und Nico Müller für mächtig Wirbel gesorgt.
Der Österreicher Preining war dabei im Bernhard-Porsche jeweils innen in die Kurve gestochen und hatte Müller dabei nach außen gedrängt. Zweimal musste er seine Position wieder an den Fahrer im Rosberg-Audi abgeben, ehe er nach dem dritten Manöver gar mit einer 10-Sekunden-Strafe belegt wurde. (Bericht: Rast schlägt im DTM-Titelkampf zurück)
Die allerdings nach dem Rennen wieder aufgehoben wurde. Die Rennleitung war zu dem Schluss gekommen, dass keiner der beiden Fahrer die vollumfängliche Verantwortung für den Vorfall trage.
„Das erste Manöver war meiner Meinung nach über dem Limit. Es war fair, dass ich die Position zurückgeben musste“, sagte der emotional aufgeladene Preining nach dem Rennen zu motorsport-total: „Aber das zweite und vor allem das dritte Manöver war komplett in Ordnung. Da war genug Platz für Nico.“
Preining: So kommt wenigstens Spannung rein
Er brauche sich keinen Vorwurf zu machen: „Die Höhe der Strafe ist sowieso ein Witz, darüber brauchen wir nicht reden. Dabei war das das einzige, was an diesem Rennen wirklich spannend war.“ Und weiter: „Wenn es dafür eine Strafe gibt, ist der DTM nicht mehr zu helfen.“
Eine erst vor kurzem eingeführte DTM-Regel sieht vor, dass sich die Fahrer im Zweikampf eine halbe Wagenbreite Abstand lassen müssen. Unter anderem, damit in der Kurve beide Piloten genug Platz haben und nicht von der Fahrbahn gedrängt werden können.
Müller befand die ursprünglich ausgesprochene Sekunden-Strafe gegen Preining derweil als „vielleicht“ zu hart, aber einen Positionstausch hätten sie schon anordnen müssen. Dass er komplett ungeschoren davonkommt, finde ich nicht richtig.“
Preining liegt im DTM-Ranking auf Platz fünf, Müller ist Siebter.