Da haben die Las Vegas Golden Knights wohl vergessen, ihre Hausaufgaben zu machen!

In der kürzlich zu Ende gegangenen Tradephase der NHL hatte die Franchise aus der Hauptstadt der Zocker ihren Flügelspieler Evgenii Dadonov und einen Zweitrundenpick für den Draft 2023 oder 2024 an die Anaheim Ducks abgegeben. (SERVICE: Alles zur NHL)

Im Gegenzug wechselten dafür Verteidiger John Moore und Stürmer Ryan Kesler, der 2019 sein letztes NHL-Spiel absolviert hatte, nach Nevada. Soweit nichts Besonderes!

Nun hat die Liga den Deal aber annulliert und damit ein dickes Versäumnis der Knights-Verantwortlichen aufgedeckt.

Las Vegas Golden Knights werden von No-Trade-Klausel überrascht

Der Russe hat in seinem Vertrag eine modifizierte No-Trade-Klausel. Darin ist eine Liste von Teams aufgeführt, zu denen der 33-Jährige nicht getradet werden will – darunter eben auch die Ducks.

Da aber sowohl die Teams als auch die Liga nichts von der Klausel wussten, wurde der Deal zuerst abgesegnet. Erst durch das Eingreifen von Dadonov und dessen Agent wurde der Fehler aufgedeckt.

Nun stellt sich die Frage, wie es zu dem Fauxpas kommen konnte.

Vorwürfe an die Ottawa Senators

Der Mann aus Tscheljabinsk wechselte im vergangenen Sommer von den Ottawa Senators zu den Knights, welche den Vertrag übernahmen. Daher wirft die Franchise aus Las Vegas nun den Kanadiern vor, die Klausel verschwiegen oder fälschlicherweise behauptet zu haben, diese sei nicht mehr gültig.

Unabhängig von diesen Vorwürfen muss Las Vegas den Russen nun wieder in den Kader aufnehmen. Moore und Kesler bleiben dafür in Kalifornien.

Während die Geschichte für die Ducks allerdings höchstens ärgerlich ist, weil sie vor allem an dem Zweitrundenpick interessiert waren, erwächst für die Knights daraus ein Problem.

Weiterhin Probleme mit dem Cap Space

Neben der peinlichen Außenwirkung bleibt Dadonov damit weiter mit 3,375 Millionen Dollar auf der Gehaltsliste – und erschwert somit die Bemühungen, unter die Gehaltsobergrenze zu kommen.

Zudem wollen die Knights Stürmer Mark Stone und Verteidiger Alec Martinez von der Liste der Langzeitverletzten wieder in den aktiven Kader aufnehmen – müssten dafür aber rund 13 Millionen Dollar an Cap Space freischaufeln.

Die gut 3 Millionen Dollar von Dadonov können dabei nun nicht mehr helfen. Dazu gibt es noch haufenweise Spott dazu – den aber immerhin gratis.