Der ERC Ingolstadt hat den Titelkampf in der Deutschen Eishockey Liga wieder spannend gemacht.
Im dritten Play-off-Finale siegte der Hauptrundenzweite beim bayerischen Rivalen Red Bull München durch überragende fünf Schlussminuten mit 4:3 (2:2, 0:1, 2:0) und verkürzte in der Best-of-seven-Serie auf 1:2.
Der erst 21-jährige dritte Ingolstädter Goalie Jonas Stettmer zeigte sich bei MagentaSport nach dem Spiel enorm energiegeladen: „Ich bin so alle, ich brauch erstmal ein, zwei Tage, um das zu realisieren. Im ersten Drittel war es noch nicht optimal, da war die Nervosität noch da, aber dann lief es besser. Ich bin einfach nur glücklich.“
Ingolstadt musste erneut auf seinen dritten Torwart setzen. Neben dem verletzten Michael Garteig fiel auch der im Halbfinale so starke Ersatzgoalie Kevin Reich mit einer Mittelohrentzündung aus.
Dritter Goalie hält stark gegen München
Der 21-jährige Stettmer, in der laufenden Saison vorwiegend beim Zweitligisten Ravensburg Towerstars zwischen den Pfosten, war bei der 1:7-Pleite am Sonntag zum dritten Mal in einem DEL-Spiel eingewechselt worden. Vor dem ersten Einsatz von Beginn an gab ihm Torwarttrainer Varian Kirst auf den Weg: „Geh raus und spiel!
Für die Schanzer trafen vor 5728 Zuschauern Wojciech Stachowiak (6.) und Frederik Storm (16.). Die Tore für die Münchner unter den Augen des Oberbürgermeisters Dieter Reiter, erzielten Ben Smith (10.), Justin Schütz (20.) sowie Patrick Hager (38.).
Beim 1:1 war Stettmer chancenlos, als Smith nach einem abgefälschten Schuss den Abpraller verwandelte. Zehn Sekunden benötigten die Ingolstädter im ersten Powerplay nur, um ihre schwarze Serie zu beenden: Storm erzielte das erste Überzahltor seit sechs Spielen.
Doch 29 Sekunden vor Drittelende glich Schütz mit dem Schlittschuh aus – regelkonform ohne Kickbewegung, wie die Schiedsrichter nach Videobeweis feststellten. Bei einem Alleingang von Hager verhinderte Stettmer mit einem tollen Reflex zunächst die erste Münchner Führung. Dann hatte er Pech, als sein Verteidiger Mat Bodie eine Hereingabe des Münchner Kapitäns ins eigene Tor lenkte.
Ingolstadt mit spätem Doppelschlag
Fünf Minuten vor dem Ende der Partie führten die Münchner um Rekordtrainer Don Jackson mit 3:2. Doch erst war es Wojciech Stachowiak (55.) und dann Tye McGinn (56.), die mit einem Doppelschlag die Partie innerhalb von 42 Sekunden drehten und für den so wichtigen Ingolstädter Anschluss sorgten.
Hauptrundensieger München hatte die ersten beiden Spiele mit 2:1 und 7:1 für sich entschieden. „Wir sind heute in die Konter reingelaufen“, analysierte der Münchner Maximilian Daubner, wir „wollen am Freitag direkt wieder zurückschlagen.“
Dann kann Red Bull München sich ab 19.30 Uhr (LIVE im Ticker auf SPORT1) sich erneut den Matchball erspielen. Ingolstadt hingegen will mit einem weiteren Erfolg ausgleichen und seine Chance auf den zweiten Titel nach 2014 vergrößern.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)