Prügeleien sind in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nichts Ungewöhnliches, aber Tobias Ancicka und Niklas Treutle haben für eine Auseinandersetzung mit Seltenheitswert gesorgt.
Im Spiel zwischen den Kölner Haien und den Nürnberg Ice Tigers schlugen die beiden Torhüter am Sonntagnachmittag aufeinander ein. Im Fight zwischen Ancicka (Köln) und Treutle (Nürnberg) gab es keinen Sieger, das Spiel entschieden die Haie mit 4:2 (1:0, 1:2, 2:0) für sich.
Für Ancicka fühlte sich das Duell mit den Fäusten dennoch wie eine Niederlage an. „Der Kampf war einseitig. Ich habe keinen Schlag gelandet, Niklas Treutle acht“, sagte der Torhüter nach dem vierten Sieg der Kölner in Serie: „Egal, das war mein erster Fight – für die Show war es gut.“ Und auch aus einem anderen Grund bereut er den Kampf nicht. „Ich glaube, das ist bei jedem Torwart auf der Bucket List.“
„Hätte lieber drei Punkte und eine blutige Nase“
Daher habe der Kampf alles in allem Spaß gemacht und die Stimmung in der Halle sei danach ebenfalls überragend gewesen. Dennoch hat Ancicka für sich persönlich einen Entschluss gefasst: „Ich glaube, das war auch der letzte Fight von mir.“
Treutle konnte dem Kampf ebenfalls nichts Positives abgewinnen. Zwar ist er aus der Situation unbeschadet herausgekommen. Aber der 32-Jährige stellte nach dem Match klar: „Ich hätte lieber drei Punkte und eine blutige Nase.“ Zudem brauche er so eine Aktion nicht jede Woche.
Bremerhaven siegt im Spitzenspiel
Im Spitzenspiel siegten die Fischtown Pinguins Bremerhaven nach einem späten Doppelschlag. Die Norddeutschen setzten sich mit 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) gegen die Straubing Tigers durch und lösten die Eisbären Berlin als Tabellenführer ab.
Der bisherige Spitzenreiter unterlag Adler Mannheim zu Hause 1:3 (0:0, 1:1, 0:2), Daniel Fischbuch (59.) und David Wolf (60.) machten spät den Sieg der Gäste klar. Für die zuletzt kriselnden Adler war es der zweite Sieg in Folge.
München wieder in der Erfolgsspur
In die Erfolgsspur fand Titelverteidiger Red Bull München zurück. Nach zwei Niederlagen besiegte das Team des ehemaligen Bundestrainers Toni Söderholm die Schwenninger Wild Wings mit 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) und näherte sich wieder dem Spitzentrio.
Die Torhüter Kristers Gudlevskis und Hunter Miska drückten dem Spiel in Bremerhaven ihren Stempel auf, das Duo wehrte bis zur 58. Minute alle 55 Schüsse ab. Erst dann bezwang Miha Verlic Straubings Goalie Miska. Nur 66 Sekunden später traf Felix Maegaard Scheel ins leere Tor und sicherte den Pinguins den vierten Sieg in den letzten fünf Spielen.
In München brachte Chris DeSouza die Gastgeber in Führung (18.), Ben Smith (31.) erhöhte im Mittelabschnitt. Für die Entscheidung sorgte Andreas Eder (52.).
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)