BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kann die Diskussionen um die Nachwirkungen der WM und die zu kurze Vorbereitung nicht mehr hören.

Zuletzt hatte sich Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer besorgt über einen Fehlstart geäußert.

Watzke dazu: „Was mich losgelöst von einzelnen Personen an dieser ganzen Diskussion so wahnsinnig irritiert: Es wusste doch jeder vorher, was auf uns zukommt. Warum lamentieren wir nun lange herum? Gut, jetzt sind wir ins Finale gekommen und haben die Weltmeisterschaft gewonnen. Aber jeder, der ein bisschen plant, der konnte doch davon ausgehen, dass wir das Halbfinale erreichen“, schimpfte der 55-Jährige in der „Sport Bild“.

Und weiter: „So ist nun mal die Leistungsstärke unserer Nationalmannschaft – Minimum! Bis auf drei, vier Tage plus oder minus war das klar. Jeder wusste es vorher, jeder konnte sich drauf einstellen. Ich kann auch eine Stunde über das Wetter dozieren. Das ist einfach so, du kannst es nicht ändern.“

Watzke macht sich zudem Sorgen über das Transfergebaren von RasenBallsport Leipzig und Red Bull Salzburg.

„Das ist juristisch legitim, aber moralisch fragwürdig, denn das ist ein Umgehungstatbestand“, sagte er mit Blick auf den Fall Marcel Sabitzer.

Der Österreicher hatte eine Ausstiegsklausel im Vertrag mit Rapid Wien, für zwei Millionen Euro nur ins Ausland wechseln zu dürfen.

RB Leipzig zahlte die Ablöse und lieh Sabitzer umgehend an Salzburg aus.

Watzke will verhindern, dass künftig auch bei einem Bundesliga-Spieler so verfahren wird. Über den Umweg ins Ausland könnte ein Spieler doch in Leipzig landen.

Denn auch New York Red Bulls und RB Brasil gehören zum Imperium des österreichischen Investors Dietrich Mateschitz: „Wir müssen mit so etwas rechnen und uns relativ schnell darauf einstellen, indem wir die Verträge mit den Spielern entsprechend abfassen“, erklärte der BVB-Boss dazu.

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