JOSE SA (Portugal): Mit nur einem Gegentreffer stellen die Portugiesen in der Vorrunde die beste Abwehr. An dieser Leistung darf der Torwart von Maritimo Funchal den Löwenanteil für sich beanspruchen – 16 gehaltene Bälle sind Turnierhöchstwert.

JOSEPH BAFFO (Schweden): Nur jeweils ein Gegentor gegen Italien, England und Portugal ist für Außenseiter Schweden aller Ehren wert, das Halbfinale der verdiente Lohn. Joseph Baffo hält hinten den Laden zusammen. Bezeichnend, dass Portugal zuletzt erst trifft, als der Innenverteidiger von Halmstads BK nach 80 Minuten ausgewechselt wird.

MATTHIAS GINTER (Deutschland): Weltmeister bei den Großen ist er schon, U21-Europameister will er werden. Der Dortmunder könnte in die Fußstapfen von Juan Mata und Javi Martinez treten, denen dieses Kunststück 2011 gelang. In der deutschen Abwehr überzeugt Ginter mit guter Zweikampfführung und einer Passquote von über 90 Prozent. Trifft zudem per Kopf zum 3:0 gegen Dänemark.

JANNIK VESTERGAARD (Dänemark): Der Bremer bringt sein Team nach schwacher Anfangsphase im Auftaktspiel gegen Tschechien durch seinen Ausgleichstreffer in die Spur, wird daraufhin zum Man of the Match gewählt. Stark im Zweikampf, vor allem in der Luft, kommt Vestergaard gleichzeitig mit sehr wenigen Fouls aus.

ONDREJ PETRAK (Tschechien): Der Nürnberger überzeugt als Sechser bei den Gastgebern sowohl defensiv als auch offensiv und verpasst mit seinem Team nur hauchdünn das Halbfinale. Petrak präsentiert sich dabei stark in der Balleroberung, verbucht aber gleichzeitig als einziger Spieler des Turniers zwei Torvorlagen auf seinem Konto.

EMRE CAN (Deutschland): Präsent, zweikampfstark, torgefährlich – der Liverpool-Profi gibt einen starken offensiven Sechser im deutschen Mittelfeld. Bewahrt die DFB-Junioren im schwachen Auftaktspiel gegen Serbien vor einer Niederlage, als er mit einer feinen Einzelaktion das 1:1 erzielt.

MARCO BENASSI (Italien): Der Mittelfeldspieler vom FC Turin kommt im ersten Spiel nicht zum Einsatz. Spielt in den darauffolgenden Partien so, als ob er die 90 Minuten gleich noch mit aufholen wollte. Glänzt vor allem im letzten Gruppenspiel gegen England mit einem Doppelpack, damit einer von nur drei Mehrfach-Torschützen in der Vorrunde.

BERNARDO SILVA (Portugal): Passsicher, trickreich, wendig – der 1,73-Meter-Wirbelwind ist die zentrale Figur im Angriffsspiel der Portugiesen. Zeigt in der Vorrunde eindrucksvoll, warum der AS Monaco im Winter für ihn über 15 Millionen Euro an Benfica Lissabon überwies.

SERGIO OLIVEIRA (Portugal): Kein anderer Spieler des Turniers setzt seine Mitspieler so gut in Szene wie der offensive Mittelfeldspieler aus der Jugend des FC Porto. Zuletzt an Pacos de Ferreira ausgeliehen, legt Oliveira seinen Mitspielern in der EM-Gruppenphase knapp vier Torschüsse pro Spiel vor.

KEVIN VOLLAND (Deutschland): Im ersten Spiel noch auf der rechten Außenbahn eingesetzt, verschiebt ihn Horst Hrubesch fortan ins Sturmzentrum – mit durchschlagendem Erfolg. Volland glänzt gegen Dänemark als Doppeltorschütze und spielt auch gegen Tschechien als einzige Spitze stark.

JAN KLIMENT (Tschechien): Als Einziger erzielt der tschechische Stürmer bisher drei Tore bei dieser U21-EM – und das auch noch in einem einzigen Spiel. Auch dank seiner Gala gegen Serbien darf Tschechien bis zur letzten Minute gegen Deutschland vom Halbfinale träumen. Kliment selbst darf trotz des Ausscheidens weiter auf den Torjägertitel hoffen.