Erste Goldmedaille für die deutschen Schwimmer bei den Europaspielen in Baku: Paul Hentschel war im Endlauf über 400 m Freistil in 3:52.43 Minuten nicht zu schlagen.
Silber ging mit 0,14 Sekunden Rückstand an Dimitrios Dimitriou aus Griechenland, Bronze an den Russen Ernest Maksumov (+0,22).
Beachsoccer ruft die ganz großen Emotionen hervor: Russland feiert, Italien trauert, Portugal macht Social Media real. Beim BMX staubt es. Die besten Bilder aus Baku.
Der 18-Jährige aus Annaberg-Buchholz schwamm vom Start weg ein couragiertes Rennen, setzte sich gleich an Spitze und gab diese nicht mehr ab. (Alle Ergebnisse von Baku)
„Hat mich kaum angestrengt“
„Nach 75 Metern habe ich gesehen, dass ich einen Riesenvorsprung habe. Dann habe ich was rausgenommen und bin trotzdem locker vor dem Feld geblieben, es hat mich kaum angestrengt“, sagte Hentschel über sein Rennen.
„Mein Plan war eigentlich nur mit dem Feld mitzugehen, aber da ich ganz außen war und nach rechts geatmet habe, habe ich das Feld nicht gesehen“, so das DSV-Talent weiter.
Und Hentschel hat in Baku noch mehr vor: „Eigentlich war mein Ziel, über die 200 und 400 Meter Lagen eine Medaille zu holen. Jetzt habe ich sie schon am ersten Tag auf der ersten Strecke geholt. Damit kann ich locker in die nächsten Wettkämpfe gehen.“
Mühlleitner geht leer aus
Der zweite Deutsche Starter im Finale war im Kampf um die Medaillen chancenlos. Henning Mühlleitner kam in 3:54.56 Minuten auf Rang sieben.
Im Vorlauf hatte der 18-Jährige mit der schnellsten Zeit aller Starter noch die Hoffnungen auf Edelmetall geweckt. Hentschel war dort gut eine Sekunde langsamer als sein Teamkollege.
Die Europaspiele von Baku sind vorbei, das Danach beginnt. Die Heimischen räumen auf – mit Besen, Eimer und Muskelkraft. Bilder von Land und Leuten in Aserbaidschan.
Thore Bermel und Moritz Brandt verpassten die Qualifikation für den Endlauf.
Im Anschluss an Hentschels Gold-Coup sicherte sich Laura Kelsch bei den Frauen die Silbermedaille. Im Finale über 50 Meter Brust muss sie sich in 31,87 Sekunden nur Maria Astashkina (31.58) aus Russland geschlagen geben. Bronze holte die Französin Nolwenn Herve (32.08).