Was für ein historischer Pokalabend in München: Nach dem 2:3 gegen den Borussia Dortmund ist für den FC Bayern bereits im Halbfinale Schluss. Die Borussen dagegen fahren zum vierten Mal in Folge ins Berliner Olympiastadion zum Finale.
Das gelang vorher noch keinem Team. Auch nicht dem Rekordpokalsieger aus München, der in der langen Historie schon 18 Mal den Wettbewerb gewinnen konnte.
Ein 19. Titel wird in diesem Jahr jedenfalls nicht mehr dazukommen. Erstmals gibt es nun im Finale das Duell zwischen Dortmund und der Eintracht aus Frankfurt.
Bayern historisch schlecht
Auch, weil sich der FC Bayern im April 2017 so schlecht wie lange nicht mehr präsentiert.
Erstmals seit Frühjahr 2006 kassierten die Roten in drei Pflichtspielen in Folge mindestens zwei Gegentore. So kann man eben auch schlecht Spiele gewinnen.
Zum ersten Mal seit 17 (!) Jahren blieben die Bayern gar in fünf Pflichtspielen in Folge sieglos.
Zwei Niederlagen setzte es gegen Real Madrid in der Champions League, in der Bundesliga holte man zumindest zwei Remis gegen Leverkusen und Mainz.
Robert Lewandowski und Arjen Robben verballern den Sieg. Philipp Lahm erlebt einen Abend zum Vergessen. Nur Mats Hummels glänzt. Bayern in der Einzelkritik.
Dembele überragt
Nun die enttäuschende Pleite und das Aus im DFB-Pokal gegen Dortmund. Sportlich gab es beim FC Bayern wahrlich schon bessere Tage.
Sven Bender wird nicht nur mit seiner Rettungstat auf der Linie zu einem der Matchwinner. Dembele schockt die Bayern. Die BVB-Stars in der Einzelkritik.
Übrigens: Mit seinem Traumtor hat Dortmunds Matchwinner Ousmane Dembele nun seine Torbeteiligungen auf 28 hinaufgeschraubt. Neun Tore erzielte der junge Franzose in seiner Debütsaison für die Schwarzgelben, zudem legte Dembele 19 Tore bei 44 Einsätzen auf. Was für ein Einstand des 19-Jährigen.