Die erste Runde scheint Louis van Gaal gewonnen zu haben. Wie die Gazzetta dello Sport und mehrere englische Medien übereinstimmend berichten, steht Manchester United unmittelbar vor der Verpflichtung von Matteo Darmian.
16 Millionen Euro Ablöse soll United sofort an den FC Turin überweisen, dazu kommen Erfolgsprämien.
Den Rechtsverteidiger hatte auch der FC Bayern auf dem Zettel. Doch Darmian zieht es auf die Insel. ManUnited statt Bayern, van Gaal statt Pep Guardiola.
Transfers auf kleinem Dienstweg?
Bei den Transfergerüchten diesen Sommers gibt es erstaunlich viele Querverbindungen zwischen Manchester United und Bayern.
ManUnited will Bastian Schweinsteiger; Bayern will Angel di María; ManUnited bereitet nach SPORT1-Informationen ein Mega-Angebot über 82 Millionen Euro Ablöse für Thomas Müller vor.
Das Verhältnis zwischen den Bossen der Weltklubs ist freundschaftlich, Transfers zwischen United und Bayern könnten auf dem kleinen Dienstweg vereinbart werden.
Van Gaals Verdienste unbestritten
Doch da wäre noch Louis van Gaal. Bei Ex-Präsident Uli Hoeneß fiel der fabelhaft selbstherrliche Niederländer einst schnell in Ungnade, auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge rückte am Ende von ihm ab.
Seine Verdienste für Bayern sind aber unbestritten. Er entwickelte die Basis für Bayerns dominanten – und zeitweise wunderschönen – Fußball der letzten Jahre.
Einerseits nimmt van Gaal gerne jede Chance wahr, um ein wenig Unruhe bei seinem Ex-Klub zu schüren. Vor dem Champions-League-Spiel bei Manchester City im November tauchte er plötzlich im Mannschaftshotel der Münchner auf.
Wenn die vielen Transfergerüchte Bayerns Fans und Bosse ein wenig kirre machen, hat van Gaal sicher nichts dagegen.
Bayern muss nicht verkaufen
Andererseits hat van Gaals Buhlen um die Münchner Stars auch handfeste sportliche Gründe. Er kennt die gehandelten Spieler persönlich, er weiß, was er bekommt. Und die Spieler wüssten, woran sie wären.
Klar ist: Bayern muss keine Spieler verkaufen, schon gar keine Stars. Zu einem Wechsel wird es nur kommen, wenn einer wirklich weg will.
Umso besser, wenn man den künftigen Trainer schon kennt und schätzt.
Überangebot in der Zentrale
Aus dem langsamen, aber technisch starken Flügelspieler Bastian Schweinsteiger machte van Gaal einen der weltbesten Taktgeber im zentralen Mittelfeld.
Bei Manchester United hätte Schweinsteiger, wenn er fit bliebe, einen Stammplatz so gut wie sicher. Bei Bayern dagegen herrscht, auch bedingt durch Guardiolas Mittelfeld-Fetisch, ein Überangebot in der Zentrale.
Thomas Müller wird immer einer von van Gaals absoluten Lieblingsspielern bleiben. Van Gaals „Müller spielt immer“ ist zum geflügelten Satz geworden – den Guardiola aber anders interpretiert.
In den 42 Pflichtspielen, die Müller letzte Saison von Anfang an absolvierte, wechselte Guardiola ihn 21 Mal aus.
Van Gaal ist verrückt nach Müllers anarchistischer Spielweise. Disziplinfanatiker Guardiola scheint der Freigeist Müller manchmal eher kirre zu machen.
Alaba hat sich zu Bayern bekannt
Und dann wäre da noch David Alaba, den van Gaal als Linksverteidiger erfand.
Um den Österreicher gab es in diesem Sommer bisher kaum Gerüchte, auch weil der 22-Jährige sich deutlich zum FC Bayern bekannt hat und nach seiner schweren Knieverletzung erst mal beim Rekordmeister wieder durchstarten will.
Doch van Gaal lobt Alaba bei jeder Gelegenheit. Im März war Alaba in englischen Medien schon mal mit United in Verbindung gebracht worden. Fortsetzung folgt. Wetten, dass?