Der neue Hoffnungsträger des FC Augsburg feiert sein Debüt – allerdings ohne den ganz großen Paukenschlag. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Pepi wurde von FCA-Coach Markus Weinzierl in der 60. Spielminute eingewechselt, doch konnte trotz der ein oder anderen guten Aktion sein Debüt nicht mit einem Tor krönen. Der 18 Jahre alte US-Amerikaner konnte damit nicht die 1:3 (1:2)-Pleite verhindern, welche die Fuggerstädter zum Rückrunden-Start bei der TSG Hoffenheim nach zwischenzeitlicher Führung hinnehmen müssen. Die Augsburger dagegen gingen nach zuletzt drei Auswärtspartien ohne Niederlage wieder als Verlierer vom Platz. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Michael Gregoritsch hatte die Gäste früh per Kopf in Führung gebracht (5.), doch die TSG drehte die Partie noch vor der Pause durch einen Doppelschlag von Ihlas Bebou (38./44.). Nationalspieler David Raum sorgte für die Entscheidung (90.+3).

Durch die Pleite rutscht der FCA zunächst wieder auf den Relegationsplatz, die Hoffenheimer, die seit sieben Begegnungen nicht verloren und aus den zurückliegenden sieben Heimspielen 19 Punkte geholt haben, untermauern ihre Ambitionen auf die Champions League. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Pepi als Augsburger Rekordtransfer zunächst auf der Bank

Beim FCA saß Rekordtransfer Ricardo Pepi zunächst auf der Ersatzbank. Der 18 Jahre alte US-Amerikaner war zu Wochenbeginn für die Augsburger Rekordablöse von bis zu 17,5 Millionen Euro vom FC Dallas gekommen und hat einen Vertrag bis 2026 plus Option auf ein weiteres Jahr erhalten.

Das neue Wunderkind des FC Augsburg Ricardo Pepi ist in Deutschland gelandet. Im Interview nach dem ersten Training gibt er auch direkt sein erstes deutsches Wort zum Besten.

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„Ich bin natürlich nicht zufrieden, weil wir das Spiel verloren haben“, sagte der Neuankömmling auf der Augsburger Website. „Wir hatten ein paar Möglichkeiten, um hier mindestens einen Punkt mitzunehmen, aber der Gegner war auch richtig gut. Die 30 Minuten Einsatzzeit haben mir gutgetan, so habe ich ein Gefühl für die Mannschaft und auch für die Liga bekommen.“

Mannschaft und Mitarbeiter im Klub hätten es ihm „leicht gemacht, anzukommen. Wir werden jetzt in den nächsten Wochen weiter arbeiten und bereit sein für die nächsten Spiele.“

Hoffenheim geht früh in Front

Die 500 erlaubten Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena bejubelten derweil bereits nach 57 Sekunden die vermeintliche TSG-Führung durch Munas Dabbur. Der Israeli war kurz vor dem Treffer aber mit dem Arm am Ball und wurde durch den Videobeweis überführt.

Dagegen zählte das Tor auf der Gegenseite wenige Minuten später. Nach einer Ecke von Arne Maier war Gregoritsch per Kopf zur Stelle. Der Österreicher wurde dabei von den Hoffenheimern sträflich frei gelassen.

Nach dem Rückstand drängte die TSG auf den Ausgleich. Bebou (7.) und Chris Richards (9.) waren nahe dran. Als Reaktion auf die Hoffenheimer Chancen setzten die Augsburger fast ausschließlich auf Defensivarbeit, um ihre Führung zu halten. Damit hatten sie erst einmal Erfolg.

Pepi hat Ausgleich auf dem Fuß

Die Hoffenheimer, die ohne Florian Grillitsch, Ermin Bicakcic, Marco John, Robert Skov und Diadie Samassekou auskommen mussten, fanden kein Mittel gegen die massive FCA-Abwehr. Die Kreativ-Abteilung um Vize-Weltmeister Andrej Kramaric brachte kaum etwas zu Stande. Zudem musste Außenverteidiger Pavel Kaderabek mit einer Oberschenkelverletzung raus (36.).

Die Gäste, bei denen Ersatztorhüter Tomas Koubek, Tobias Strobl, Alfred Finnbogason und der gesperrte Reece Oxford fehlten, brachten den Vorsprung dennoch nicht in die Pause. Bebou drehte das Spiel binnen sechs Minuten. Der Angreifer verwertete erst eine Hereingabe von Raum, dann eine von Kaderabek-Ersatz Kevin Akpoguma.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs deutete alles auf den dritten TSG-Treffer hin. Die Kraichgauer gingen mit ihren Möglichkeiten aber fahrlässig um.

In der 60. Minute kam dann Pepi, der bereits acht Minuten später nach einer scharfen Hereingabe den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Der Ball war aber enorm schwer zu nehmen. Kurz darauf war es der ebenfalls eingewechselte Florian Niederlechner, der für Gefahr sorgte (71.).

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