Selbstverständlich befindet sich der Spieler nach dem Vorfall in Erklärungsnot, doch die Ausrede fällt, wie so oft, sehr bizarr aus. Laut einem Twitlonger, den er auch mit einer Entschuldigung abschließt, habe er die Wallhacks ausschließlich dafür verwendet, um schneller an die begehrten Waffentarnungen im Multiplayermodus zu gelangen. „pplehx“ (Richtiger Name unbekannt) erklärt, dass seine Leistungen ehrlich sind, dass er sich seinen „Arsch abgerackert“ habe und dass er befürchtet, dass ihm wohl niemand glauben werde. Damit dürfte er wohl recht haben. „Was ich getan habe, tut mir leid, ich werde nie wieder bei etwas betrügen“, verspricht er weiter.
Cheat deutlich erkennbar
In einem Livestream hatte sich der Spieler versehentlich selbst als Betrüger geoutet, als sein Rechner wohl aufgrund einer Renderverzögerung kurzzeitig Rote Bildschirmelemente auf seinem Gameplay durchscheinen ließ. Es handelte sich dabei um die altbekannten Wallhackboxen, die Gegnerpositionen durch Wände hindurch verraten.
Während der Übertragung reagierte pplehx relativ schnell. Als er verstand, was gerade passiert war, fragte er sich laut, warum sein Spiel „immer crasht und so“ und tat danach, als wäre nichts passiert. Doch diese wenigen Augenblicke genügten, um ihn zu brandmarken. Etwas später, weiter im Versuch, seine Absicht zu erklären, postete er eine vermeintliche Rechnung, die den Kauf des Wallhacks bestätigte.
Wo bleibt Ricochet?
Brisantes Detail an der Situation ist, dass pplehx bis zu dem Vorfall auf Platz 2 der Call of Duty: Vanguard-Rangliste stand, also in dem Modus, der, für ambitionierte eSportler und kompetitive Spieler eingerichtet wurde. Nicht nur der Streamer selbst leidet nun unter dem Fehler, auch die Frage danach, wie effektiv das Anti-Cheat-Programm von Activision funktioniert, steht im Raum.