Der SC Magdeburg bleibt in der Handball-Bundesliga auf Titelkurs. Bei der HSG Wetzlar feierte der souveräne Tabellenführer im 26. Saisonspiel einen hart erkämpften Auswärtssieg. Beim 29:26 (12:15) drehte der SCM mit einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause die Partie. (Service: Ergebnisse der HBL)
Die Verfolger aus Berlin und Kiel hofften vergeblich auf einen Ausrutscher, den leisteten sich stattdessen am Nachmittag die Berliner: Die Füchse kamen gegen den Tabellen-14. TSV Hannover-Burgdorf nicht über ein 32:32 (13:15) hinaus. Der THW Kiel übernahm durch ein mühsames 30:27 (13:14) beim Tabellen-16. GWD Minden Platz zwei von Berlin, das ebenfalls bei 42:10 Punkten steht. Magdeburg hat mit 48:4 Zählern ein stattliches Polster.
Elf Lindberg-Treffer reichen Berlin nicht
„Heute ist es mir nicht gelungen, in der Kabine ruhig zu bleiben, weil ich mit einigen Dingen in der ersten Halbzeit nicht einverstanden war“, sagte SCM-Trainer Bennet Wiegert bei Sky: „Aber letztlich möchte ich mehr auf die zweite Halbzeit stolz sein als sauer auf die erste.“
Nach dem Zittersieg im Achtelfinal-Rückspiel der European League über Sporting Lissabon am Dienstag (36:35) kam Magdeburg in Wetzlar äußerst schwer ins Spiel. 40 Minuten lief der Favorit hinterher, erst beim 23:22 übernahmen die Gäste die Führung und brachten sie angeführt von den Isländern Gisli Kristjansson und Omar Ingi Magnusson (je 6 Tore) ins Ziel.
In Berlin reichten den Füchsen auch elf Treffer des dänischen Routiniers Hans Lindberg nicht zum Sieg. Beim Kieler siegten waren Harald Reinkind und Domagoj Duvnjak jeweils sechsmal erfolgreich.