Bayer Leverkusen hat einen wichtigen Heimsieg verpasst und rutscht immer tiefer in die Krise.
Gegen Werder Bremen mussten sich die Leverkusener mit einem 1:1-Remis begnügen, auf Trainer Gerardo Seoane kommt eine unruhige Länderspielpause zu. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Kerem Demirbay erzielte in der 57. Minute mit einem herrlichen Schlenzer die Führung für das Heimteam, doch einmal mehr schlug Werder spät durch Milos Veljkovic (82. Minute) zu.
Hradecky unglücklich beim Gegentreffer
Bayer-Keeper Lukas Hradecky machte dabei keinen guten Eindruck, da er nach einer zunächst guten Reaktion am Ball vorbeifaustete, ehe Veljkovic aus kurzer Distanz traf. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Leverkusen liegt damit lediglich auf dem 15. Tabellenplatz mit fünf Punkten nach sieben Partien. Werder liegt mit neun Punkten im Mittelfeld der Tabelle. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)
Bremen bleibt dadurch auch im vierten Auswärtsspiel in dieser Spielzeit unbesiegt. Leverkusens Sardar Azmoun (88.) traf nur die Latte.
Rückschlag nach Champions-League-Sieg
Bayer-Trainer Seoane wollte die positive Energie nach dem 2:0-Erfolg gegen Atlético Madrid in der Champions League direkt mitnehmen.
„Das Spiel war sehr taktisch geprägt von beiden Teams. Diese Disziplin werden wir benötigen“, sagte der Schweizer vor dem Spiel.
Seoane stellte Jeremie Frimpong, der nach seiner Einwechslung am Dienstag beide Tore vorbereitet hatte, wieder von Beginn an auf. Adam Hlozek nahm dafür auf der Bank Platz.
Vor dem Anpfiff wurde Ex-Nationalspieler Lars Bender der Ehrenspielführer-Wimpel von Bayer-Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes und Klub-Boss Fernando Carro überreicht, die Nordkurve bedankte sich mit einer „Danke, Lars“-Choreographie.
Hradecky muss gegen Duksch retten
Die Partie vor 30.210 Zuschauern in der erstmals in dieser Spielzeit ausverkauften BayArena nahm direkt Fahrt auf.
Nach 28 Sekunden war Bayer-Kapitän und Hradecky gegen den ersten Abschluss von Marvin Ducksch gefordert. Nur eine Minute später jagte Patrik Schick seine erste Chance aus guter Position ins Außennetz.
Den zweiten Schuss des tschechischen Nationalspieler hielt Werder-Keeper Jiri Pavlenka sicher (8.). Auf der Gegenseite prüfte Ilia Gruev nochmal Hradecky (9.).
Leverkusen hadert mit Chancenverwertung
Gefährlich wurden ein Fallrückzieher von Piero Hincapie und ein Schuss von Edmond Tapsoba Mitte der ersten Halbzeit aber nicht. Dafür aber ein wuchtiger Kopfball von Routinier Robert Andrich nach einer Ecke an die Latte (35.).
Wie so oft in der Vergangenheit haderte Leverkusen mit seiner Chancenverwertung. Nach einem Schuss von Moussa Diaby, den Pavlenka nach vorne abprallen ließ, vergab Frimpong freistehend.
Das fahrlässige Abschlussverhalten rächte sich fast noch vor der Pause: Ducksch traf das Außennetz, Niclas Füllkrug wartete zu lange gegen den herauseilenden Hradecky – Pavlenka parierte einen Drehschuss von Diaby.
Schlenzer von Demirbay bringt Bayer Führung
Nach der Pause konnte sich Leverkusen bei Frimpong bedanken, der dem durchstartenden Füllkrug in letzter Sekunde den Ball vom Fuß spitzelte.
Besser machte es Demirbay mit einem wunderschönen Schlenzer nach einem tollen Anspiel von Odilon Kossounou.
Werder steckte nicht auf, kam noch zu guten Möglichkeiten. Leverkusen, das unerklärlich passiv wurde, konterte im eigenen Stadion.
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