Bitter für den HSV!

Der Tabellenführer SV Darmstadt 98 hat den nächsten Hamburger Ausrutscher genutzt und bei Holstein Kiel mit 3:0 (2:0) gewonnen. Im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga können sich die Lilien nur noch selbst schlagen.

Immerhin distanzierte sich der Zweitliga-Primus bis auf acht Punkte vom Relegationsplatz. Diesen haben die Lilien bei 14 Punkten Vorsprung auf den Vierten SC Paderborn sogar schon sicher.

Jannik Müller (6.) und ein Eigentor von Kiels Simon Lorenz (22.) sorgten früh für Klarheit. Darmstadts vierten Dreier in den letzten fünf Partien machte Phillip Tietz (52.) perfekt.

Nach HSV-Ausrutscher! Lilien angestachelt

Angestachelt von der HSV-Pleite gegen Magdeburg präsentierten sich die Lilien vom Anpfiff weg hellwach. Nachdem Matthias Bader zunächst aus fünf Metern die Nerven versagten (4.), belohnte Jannik Müller den Blitzstart des Tabellenführers.

Eine Darmstädter Ecke klärte der Gastgeber aus Kiel nicht entscheidend. Über Umwege gelangte der Ball zu Mathias Honsak, der aus rund sieben Metern nicht lange fackelte. Kiel-Schlussmann Robin Himmelmann ließ nach vorne klatschen. Müller nickte den Ball über die Linie (6.).

Im Stile eines Bundesliga-Aufsteigers drückte Darmstadt auf den zweiten Treffer, zu dem Kiels Simon Lorenz den Lilien verhalf.

Nach einer Matthias-Bader-Flanke setzte sich Phillip Tietz im Duell mit Steven Skrzybski durch. Kiels Lorenz wollte im Fünfmeterraum die Vorentscheidung abwenden, beförderte den Ball aber ins eigene Netz (22.).

Tietz höchstpersönlich ließ im zweiten Durchgang jegliche Zweifel an einem Darmstädter Auswärtserfolg verblassen, staubte der Angreifer nach einer flachen Hereingabe von Braydon Manu trocken ab (52.).

Der Favorit blieb auch im zweiten Durchgang konzentriert und verdiente sich das 3:0 mit großer Entschlossenheit. Holstein prallte dagegen immer wieder an der stabilen Darmstädter Defensive ab.

Die Aufstiegs-Relegation ist dem Tabellenführer nach der Galavorstellung gegen Kiel vier Spieltage vor Saisonende sicher. Die Hessen, 2017 aus der Bundesliga abgestiegen, könnten bei einem weiteren Patzer des HSV schon am kommenden Samstag gegen den FC St. Pauli im eigenen Stadion alles klarmachen.

Last-Minute-Drama in Düsseldorf! Fortuna wahrt Aufstiegschance

Fortuna Düsseldorf hat den Zweitliga-Alltag nach der aufsehenerregenden Ankündigung einer Ticket-Revolution mit einem Sieg in letzter Sekunde wieder aufgenommen.

Die Rheinländer bezwangen den Karlsruher SC am Samstag in einem unterhaltsamen Spiel 3:2 (1:1), es bleibt somit bei sechs Punkten Rückstand auf den dritten Platz eine rechnerische Aufstiegshoffnung. Den KSC erwartet ein Saisonfinale im gesicherten Mittelfeld.

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nCAPTION: Fortuna Düsseldorf – Karlsruher SC (3:2): Tore & Highlights I 2. Bundesliga
nDESCRIPTION: Fortuna Düsseldorf hat sich in einer unterhaltsamen Partie gegen Karlsruhe von zwei Rückständen nicht beirren lassen und am Ende einen 3:2-Erfolg eingefahren.

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Die Fortuna will allen Fans mittelfristig freien Eintritt zu allen Heimspielen verschaffen. In einer Pilotphase sollen zunächst drei Spiele der kommenden Saison freigegeben werden.

Fehlende Einnahmen aus dem Ticketing sollen von neuen Partnern gegenfinanziert werden, feste Tranchen gehen in Sozial- und Nachhaltigkeitsprojekte. Zusagen über insgesamt 45 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren liegen bereits vor.

Das Spiel gegen den anfangs aktiveren KSC aber führte zunächst die Probleme der Gegenwart vor: Beim 0:1 ließ Torhüter Florian Kastenmeier einen völlig harmlosen Schuss von Mikkel Kaufmann (28.) über seine Hand ins Tor rutschen. Kristoffer Peterson (33.) allerdings gelang vor 25.408 Zuschauern schnell der Ausgleich.

Dann aber sah Kastenmeier beim 1:2 durch Philipp Heise (66.) wieder nicht gut aus, der Nachschuss nach einem Freistoß war allerdings auch verdeckt. Matthias Zimmermann (72.) traf zum verdienten 2:2, die letzte Chance nutzte Jordy de Wijs (90.+3) mit dem Kopf.

Abstiegskracher! Sandhausen sendet Lebenszeichen

Es gibt wieder Hoffnung für den SV Sandhausen!

Der Tabellenletzte der 2. Bundesliga rang im Abstiegskracher den SSV Jahn Regensburg mit 2:1 (1:0) nieder. Sandhausen ist mit dem Kontrahenten aus Regensburg gleichgezogen, zwei Punkte fehlen den Schlusslicht zum rettenden Ufer.

Unter Interimstrainer Gerhard Kleppinger holte der SVS sieben Punkte in drei Spielen, Merveille Papela (16.) und Dario Dumic (51.) trafen zum ersten Heimsieg im Jahr 2023. Prince Osei Owusu (64.) gelang nur der Anschluss.

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nCAPTION: SV Sandhausen – SSV Jahn Regensburg (2:1): Tore & Highlights I 2. Bundesliga
nDESCRIPTION: Der SV Sandhausen hat den Abstiegskrimi gegen den Jahn aus Regensburg mit 2:1 für sich entschieden und ist wieder ein ernstzunehmender Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt.

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Die Initialzündung für den Sandhäuser Befreiungsschlag gelang Merveille Papela in der Anfangsviertelstunde, als sich der Mittelfeldmotor gegen die Regensburger Konrad Faber und Benedikt Gimber durchsetzte und einen Distanzschuss präzise ins Eck setzte. Jan Elvedi fälschte unglücklich ab (16.).

Kurz vor der Pause sorgte Schiedsrichter Deniz Aytekin für eine kuriose Szene, als sich der erfahrene Bundesliga-Referee von den Sandhäuser Teamärzten an der Wade behandeln ließ (37.).

Spätestens nach dem 2:0 durch Dario Dumic war der Glaube an den Klassenerhalt im Sandhäuser Lager zurück. Einen Eckball von Chima Sean Okoroji wuchtete Dumic per Kopf in die Maschen (52.). Nervenkitzel herrschte im Abstiegskracher erst wieder, als der Ex-Löwe Prince Osei Owusu per Drehschuss aus 1:2 verkürzte (65.).

In der Schlussphase hatte Regensburg den Lucky Punch auf dem Fuß, doch Andreas Albers verlor im Strafraum die Übersicht und schloss zu überhastet ab (83.). Zu allem Überfluss verwies Schiedsrichter Aytekin Regensburgs Leon Guwara mit Rot vom Platz, nachdem er Gegenspieler Christian Kinsombi mit den Stollen am Kopf traf (85.).

Regensburg setzte seine Talfahrt mit dem fünften Spiel in Serie ohne Dreier fort, in den vergangenen neun Auswärtsspielen gelang lediglich ein Sieg.

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Mit Sport-Informationsdienst (SID)