Als sich Manuel Neuer im Winter schwer verletzt hatte, rüstete der FC Bayern nach und setzte Sven Ulreich deshalb Yann Sommer vor die Nase. Seit dem Abgang des Schweizers zu Inter Mailand ist der 35-Jährige aber wieder zur Stammkraft bei den Münchnern aufgestiegen.

„Natürlich freut man sich, wenn man spielen darf, dafür arbeitet man dann doch tagtäglich“, erklärte Ulreich am Rande einer Dienstfahrzeug-Übergabe beim deutschen Rekordmeister.

Wie lange Ulreich den Bayern-Kasten noch hüten darf, ist allerdings unklar. Schließlich arbeite Neuer „wie ein Wilder für sein Comeback“, betonte der Stellvertreter und fügte hinzu: „Es ist der richtige Weg, der eingeschlagen wurde mit ihm. Er macht große Fortschritte. Ich hoffe und wünsche ihm, dass er dann bald ganz normal wieder mit uns trainieren darf, kann. Und dann auch bald wieder spielen kann.“

Einen Konkurrenzkampf will Ulreich bei Neuers Rückkehr dann auch keineswegs entfachen: „Manu ist einfach der beste Torhüter der Welt, auch nach so einer Verletzung wird er wieder sehr stark zurückkommen. Dann ist es für mich natürlich, dass Manu dann spielt.“

Ulreich heißt Peretz-Wechsel gut

Soll heißen: Kann Neuer wieder auf dem Platz stehen, möchte Ulreich ohne zu klagen in die zweite Reihe zurückgehen. Auch mit dem bevorstehenden Wechsel von Daniel Peretz kann sich Ulreich eigenen Angaben zufolge arrangieren – und kein Problem mit der neuen Konkurrenz.

„Es ist immer wichtig, dass der Verein sich für die Zukunft gut aufstellt. Dass man da die Möglichkeiten abwiegt. Wir schauen mal, was passiert“, kommentierte Ulreich die bislang nicht offiziell vermeldete Verpflichtung des 23 Jahre alten Torhüters von Maccabi Tel Aviv.

Hinsichtlich der kommenden Monate zeigte Ulreich sich generell optimistisch: „Wir müssen schauen, dass wir es wieder ein ruhiges Fahrwasser bekommen. Ich glaube, da sind wir auf einem guten Weg.“ Zum Bundesliga-Auftakt feierten die Bayern einen deutlichen 4:0-Erfolg beim SV Werder Bremen.

Am Sonntag steht für die Münchner dann das bayerische Duell gegen den FC Augsburg (ab 17.30 Uhr im Liveticker) an.