Der Traum der USA vom dritten WM-Titel in Folge lebt noch. Durch das 0:0 gegen Portugal zieht die Mannschaft ins WM-Achtelfinale ein.

Dennoch ist die Stimmung beim aktuellen Weltmeister alles andere als gut. Schließlich kamen die US-Frauen nur mühevoll in die K.o.-Runde, wo nun die starken Schwedinnen warten.

„Es war uninspiriert. Eine Enttäuschung. Sie sehen untrainiert aus. Sie spielen als Individualisten und die Taktiken sind zu einfach zu lesen. Sie haben Glück, dass sie jetzt nicht nach Hause müssen“, kritisierte Ex-Nationalspielerin Carli Lloyd.

„Langweilig und uninspiriert!“ Ex-Spielerin ledert gegen USA

Dabei stören die Expertin von FOX Sports vor allem die Feierlichkeiten nach dem Remis gegen Portugal. „So etwas habe ich noch nie gesehen. Natürlich kann man eine positive Einstellung haben, aber feiern und tanzen? Das ist es, womit ich ein Problem habe“, polterte sie.

Lloyd, die 2021 ihre Karriere beendete, vermisst bei ihren Landsfrauen die notwendige Gier, um den historischen Triple-Erfolg perfekt zu machen. „Es sieht langweilig und uninspiriert aus. Sie spielten darauf, nicht zu verlieren, während Portugal auf Sieg spielte“, bewertete sie mit drastischen Worten die schwache Performance.

Megan Rapinoe und Co. müsse doch klar sein, dass „jeder, dem du begegnest, alles tun wird, um dich zu schlagen“. Diese Leidenschaft fehle der Mannschaft.

US-Team wehrt sich gegen Kritik

US-Coach Vlatko Andonovski wies diese Vorwürfe jedoch zurück. „Ich möchte nur eines sagen: Diese Mannschaft wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen“, sagte er und ergänzte: „Die Mentalität, den Siegeswillen und den Kampfgeist dieser Mannschaft infrage zu stellen, halte ich für Wahnsinn.“

Zwar gestand er ein, dass die Leistung gegen die Südeuropäerinnen nicht gut war, aber „ich weiß einfach, wie sich dieses Team fühlt“. Und einen leidenschaftslosen Auftritt habe er nicht gesehen.

Auch Stürmerin Alex Morgan lobte den Einsatzwillen der Teamkolleginnen. In den entscheidenden Situationen habe die USA aber „manchmal die falschen Entscheidungen vor dem Tor“ getroffen.

Für Rapinoe, die bisher nur Reservistin ist, stand die Sicherheit im Fokus, wie sie beim ZDF verriet: „Wir wollten schlau sein und das Ergebnis nicht wegwerfen, das uns weiterbringt. Es wäre naiv, etwas zu riskieren, wenn wir nicht müssen.“