Fußball-Nationalspieler Malick Thiaw betrachtet den Wechsel 2022 von Schalke 04 zum italienischen Topklub AC Mailand als entscheidenden Schritt in seiner Entwicklung.

„Ich bin reifer geworden, übernehme mehr Verantwortung“, sagte der 22-Jährige im Interview mit der Sport Bild. Zudem sei er inzwischen „ehrlicher mit mir selbst, auch selbstkritischer.“

Daher träumt der Innenverteidiger nach seinen ersten beiden Länderspielen auch von der Heim-EM 2024. „Die EM im eigenen Land ist mein größtes Ziel“, sagte Thiaw. Dafür müsse er aber „beim AC Mailand jeden Tag weiter hart arbeiten“.

Kraft zieht der ehemalige U21-Europameister auch aus seinem Glauben: „Ich bin Moslem, gläubig aufgewachsen und kam früh mit der Religion in Kontakt. Ich bete fünfmal am Tag, halte mich an den Ramadan.“

Thiaw: So ist Kane als Gegenspieler

Besonders positive Erinnerungen hat Thiaw auch an sein noch nicht allzu lange zurückliegendes Milan-Duell mit Harry Kane: „Erst ab der K.o.-Phase war ich für den Kader nominiert. Und da ging es für mich richtig los beim Spiel gegen Tottenham und Harry Kane.“

Beim Weiterkommen im Achtelfinale (0:0 und 1:0) gegen den neuen Starspieler des FC Bayern, damals noch im Spurs-Trikot, sei das Heimspiel im San Siro „unglaublich“ gewesen: „In der Startelf, in der Königsklasse, gegen Kane. Das Spiel lief sehr gut für mich. Danach wusste ich, was die Champions League wirklich ist.“

Kane blieb denn auch erfolglos – nicht zuletzt dank Thiaws Defensivkünsten: „Wir hatten ihn und die Mannschaft gut im Griff, er hat kein Tor erzielt oder vorbereitet. Persönlich ist Kane als Gegenspieler sehr ruhig, es gab keinerlei Trashtalk.“

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)