Novak Djokovic greift mit 36 Jahren nach seinem 24- Grand-Slam-Titel. Der 20 Jahre alte Carlos Alcaraz dürfte bei den US Open wieder der härteste Rivale sein.

Und eine berühmte amerikanische Tennisfamilie lästert über Alexander Zverev, weil er den beiden nicht mehr Paroli bietet. (NEWS Alles zu den US Open 2023)

Tennis-Legende Jimmy Connors und sein Sohn Brett haben sich in ihrem gemeinsamen Podcast „Advantage Connors“ über die Generation zwischen Djokovic und Alacaraz ausgelassen.

Der 26 Jahre alte Olympiasieger Zverev bekommt dabei in besonderer Weise sein Fett weg.

„Wo ist Zverev? Wo ist Tsitsipas?“

„Es ist erstaunlich, dass es einen 36-Jährigen braucht, um das Tennis toll zu machen“, sagte der fünfmalige US-Open-Sieger Jimmy Connors in seiner vor dem Turnier veröffentlichten Vorschau auf die aktuelle Konkurrenz: „Und daraus ergibt sich die große Frage: Wo ist Zverev? Wo ist Tsitsipas?“

Der 71-Jährige wirft Zverev und dem 25 Jahre alten Weltranglisten-Siebten Stefanos Tsitsipas aus Griechenland also vor, ihr Potenzial nicht auszuschöpfen.

Aber ehe er das näher hätte ausführen können, fiel ihm Sohn Brett ins Wort und setzte noch einen drauf: „Rede nicht über sie. Ich will nicht über die reden. F**k Zverev!“, ätzte Connors junior, der als Produzent beim US-Sportsender The Tennis Channel arbeitet.

Papa Connors widmete dann auch lieber Altmeister Djokovic noch ein paar huldigende Worte.

Nur Djokovic und Alcaraz fesseln Connors an den Fernseher

„Ich hoffe, er kann noch bis 40 so gut spielen“, sagte Connors, der 1991 auch Geschichte schrieb, indem er mit 39 als ältester Spieler der Historie ins Halbfinale der US Open vorstieß: „Davon profitieren auch die Jungen, durch das Interesse, das er weckt.“

Der achtmalige Major-Sieger führte aus: „Gut Tennis spielen können alle – aber was entscheidet am Ende die Nummer 1 von der Nummer 100? Darüber streitet man, seit meinen Zeiten. Es sind Nuancen, aber wer diese Nuancen hat, ist der, der unglaublich ist.“

Djokovic und Alcaraz seien solche Spieler: „Sie geben beide alles, bei jedem Punkt. Sie weichen nie zurück. So entstehen auch große Matches wie ihr Wimbledon-Finale. Will ich für irgendwelche anderen Matches einschalten? Nicht wirklich. Aber für die beiden? Jeden Tag.“

US Open: Kann Zverev Connors verstummen lassen?

Mit seinem unerwartet knappen Drittrundensieg gegen den serbischen Landsmann Laslo Dere hat Djokovic am Freitag die Chance auf ein weiteres Grand-Slam-Finale gegen Wimbledon-Champ Alcaraz gewahrt.

Der Spanier Alcaraz will ihm heute gegen den Briten Daniel Evans ins Achtelfinale folgen.

Während Tstisipas nach seiner Zweitrundenniederlage gegen Dominic Stricker schon raus ist, ist Zverev noch im Rennen. In seinem Drittrundenduell gegen den Bulgaren Gregor Dimitrov will er den Traum von seinem ersten Major-Titel wachhalten – was die bestmögliche Antwort auf die Anwürfe der Connors-Familie wäre.