Klar spielbestimmend, teilweise sogar drückend überlegen gewesen und trotzdem nicht gewonnen- der Hamburger SV muss sich beim Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden mit einem 1:1 begnügen. Aber: Dieses Resultat reichte der Mannschaft von Tim Walter, um zumindest vorübergehend zurück an die Tabellenspitze zu springen.
Im ersten Durchgang hatte Mittelfeldspieler László Bénes die beste Chance der Norddeutschen. Nahe der Strafraumgrenze zog der Slowake freistehend ab und visierte das rechte Kreuzeck an. Für den schon geschlagenen Torhüter Florian Stritzel rettete der Querbalken.
Auch nach dem Seitenwechsel arbeitete der HSV unermüdlich am Führungstor, scheiterte aber oft am finalen Pass oder dem hervorragend aufgelegten Stritzel. Doch in der Schlussphase stellte Aleksandar Vukotić den Spielverlauf an den Kopf. Eine kurz ausgeführte Ecke bugsierte Marcus Mathisen aus sieben Metern auf die linke Ecke. HSV-Torhüter Heuer Fernandes erreichte den Ball, ließ ihn aber nach vorne abklatschen. Vukotić staubte aus kurzer Distanz ab.
Immerhin hatten die Norddeutschen eine Antwort parat. Bénes bediente Miro Muheim in der halbrechter Position, der aus rund 22 Metern mit links abzog. Er jagt den Ball wuchtig und präzise in die halbhohe linke Ecke. In der Nachspielzeit verschoss der HSV schließlichnoch einen Foulelfmeter durch Bénes (90.+8.) und vergab sogar den möglichen Dreier. Stadt-Rivale FC St. Pauli kann am Samstagabend im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (20.30 Uhr/Sky und Sport1) wieder an die Tabellenspitze zurückkehren.
Dennoch endet eine irre Negativserie der Hanseaten. Vor diesem Spieltag verlor Hamburg alle vier Gastspiele bei Aufsteigern in diesem Kalenderjahr (in Kaiserslautern, Magdeburg, Elversberg und Osnabrück). Zuletzt hatte Union Berlin im Jahr 2010 so viele Duelle bei Zweitliga-Neulinge verloren.
Zwei Traumtore in Magdeburg
Die SpVgg Greuther Fürth gewann am neunten Spieltag 1:0 (1:0) gegen Hansa Rostock, während sich der 1. FC Magdeburg und der Karlsruher SC 1:1 (0:1) trennten.
Fabian Schleusener (11.) erzielte dabei aus 40 Metern unter kuriosen Umständen das Führungstor für den KSC. Dem 1:0 der Gäste ging ein schlimmer Fehlpass von Daniel Heber in die Füße von Schleusener voraus. Dieser konnte aus großer Distanz Torwart Dominik Reimann überlisten. Der mit Beginn der zweiten Hälfte eingewechselte Luc Castaignos (49.) traf zum Ausgleich.
Fürth konnte sich dank unfreiwilliger Mithilfe des FC Hansa den dritten Saisonsieg sichern – zum dritten Mal im eigenen Ronhof. Torschütze beim Dreier der Gastgeber war Damian Roßbach, dem in der 33. Minute ein Eigentor unterlief. Fürth zog mit nunmehr zwölf Punkten mit Hansa gleich.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)