Eigentlich war es Theo Hernández, dem die größeren Anteile an Luka Jovics Tor zum 2:0 gegen Cagliari Calcio gehörten. Nach eigenem Ballgewinn sprintente er aus der eigenen Hälfte über die linke Seite nach vorne, tanze schließlich zwei gegnerische Verteidiger aus, ehe er den dritten per Beinschuss überwand und so den besser postierten Jovic bediente.

Aus spitzem Winkel brachte der Serbe den Ball dann noch auf den Kasten – und traf, weil Keeper Boris Radunović sich den Ball unglücklich mit der eigenen Hand ins Tor abfälschte. Für Jovic war es bereits der zweite Treffer der Pokal-Partie, die AC schlussendlich mit 4:1 (2:0) gewann und dadurch den Viertelfinal-Einzug schaffte.

Für Jovic waren es die Treffer vier und fünf der aktuellen Saison, die er allesamt in den letzten sieben Partien erzielte. Durch einen weiteren Assist steht er bei sechs Torbeteiligungen, die er in den vergangenen 257 Minuten Einsatzzeit brauchte. 43 Minuten pro Torbeteiligung, die aktuelle Form von Luka Jovic sorgt zumindest für einen Hoffnungsschimmer.

Jovics „Talent ist unbestritten, aber manchmal vergisst er es“

Vielleicht stecken die 27 Tore, die er in der Saison 2018/19 für Eintracht Frankfurt erzielte, doch noch in ihm. „Sein Talent ist unbestritten, aber manchmal vergisst er es“, schreibt die italienische Zeitung Gazzetta dello Sport am Mittwochmorgen.

Aktuell zeigt er mal wieder sein Talent, aber zu oft in der Vergangenheit konnte es der Serbe nicht abrufen. Die drei Jahre, die Jovic nach seinem Wechsel zu Real durchmachen musste, warfen ihn in seiner Entwicklung deutlich zurück, anstatt ihn voranzubringen.

Erst im vergangenen Jahr schaffte er es dann bei Florenz, mit 13 Toren immerhin etwas Werbung für sich zu machen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat er nun auch herausgefunden, wie er für die Rossoneri am erfolgreichsten sein kann und kommt immer besser in Fahrt.

Fünf Tore aus den letzten sieben Spiele sprechen Bände. Und es gibt noch reichlich Möglichkeiten für Jovic, seine Quoten auszubauen.