Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sieht Borussia Dortmund für die Zukunft gerüstet und schließt einen großen Kaderumbruch im Sommer aus.
„Ich glaube nicht, dass wir den ganz großen Umbruch haben. Wir haben mit Kobel, Schlotterbeck, Bynoe-Gittens, Duranville oder Moukoko sehr viele junge Spieler in unseren Reihen. Wir müssen nicht alles runderneuern“, sagte Watzke vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen die PSV Eindhoven (21.00 Uhr) im DAZN-Interview.
Es gebe zwar „immer mal ein paar Ideen, die man hat“, so Watzke, „aber ein ganz großer Umbruch ist es nicht“. Dabei sieht der 64-Jährige den Vizemeister gut aufgestellt. Spieler wie Erling Haaland oder Jude Bellingham würden eben „nicht jedes Jahr vom Himmel“ fallen. „Das ist Wunschdenken.“ Für Nachfolger wie Niclas Füllkrug seien solche Vergleiche ein „Rucksack“.
„Finanziell geht es uns gut. Nach Corona und 151 Millionen Euro, die wir verloren haben. Ich glaube, dass es den BVB deutlich besser geht als das von außen wahrgenommen wird“, sagte Watzke. „Es werden hohe Maßstäbe an uns gelegt. Ich will das nicht mit dem FC Bayern vergleichen, aber ein bisschen ist es auch so.“
BVB: Qualifikation für Champions League in Gefahr
Dies könne auch belastend sein und „einen Verein natürlich atmosphärisch hemmen“. Als Vergleich zog Watzke Manchester United heran. Dort herrsche aufgrund der Erfolge der Vergangenheit „das Gefühl, dass ihnen das seit zehn Jahren wie ein Mühlstein am Hals hängt“. Ähnlich sei es in Liverpool gewesen, bevor Jürgen Klopp übernommen hat. „Dagegen müssen wir ein bisschen anarbeiten.“
„Du darfst dich nicht Momentaufnahmen treiben lassen“, verwies Watzke auf Stuttgart und Leverkusen, die in der vergangenen Saison den 16. beziehungsweise 6. Platz belegten. Bezüglich Liverpool, die in er aktuellen Spielzeit nicht an der Champions League teilnehmen, sagte er: „Dann haben die auch nicht gesagt: ‚So, jetzt lösen wir den Verein auf.‘“
Dass die erneute Qualifikation für die Königsklasse für den Tabellenvierten derzeit in Gefahr ist, liegt auch an der starken Konkurrenz. „Wenn man sieht, dass Leipzig an fünfter Stelle steht und wie gut die eigentlich sind, dann hat das nicht nur damit zu tun, dass wir nicht am obersten Limit in der Bundesliga spielen. Sondern es hat damit zu tun, dass du dieses Jahr ausnahmsweise fünf richtig gute Mannschaften dabei hast“, sagte Watzke.
Die 44 Punkte der Dortmunder aus 24 Spielen seien nichts, „was beim BVB innerhalb der vergangenen Jahre aus dem Rahmen fällt“.
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mit Sportinformationsdienst (SID)