Der junge deutsche Speerwerfer Max Dehning hat wenige Monate vor Olympia mit einer Fabelleistung auf sich aufmerksam gemacht. Schon vor Beginn der Konkurrenz in Paris hat Zehnkampf-Legende Frank Busemann allerdings gemahnt, ihn nicht mit überzogenen Erwartungen zu überfrachten.
„Im Grunde genommen ist das total ätzend“, sagte Busemann in seiner Funktion als ARD-Experte, als Kollege Claus Lufen auf den 90,20-Meter-Wurf des 19-Jährigen im Februar in Halle an der Saale zu sprechen kam.
Busemann: „Das Niveau ist eher 80″
Es sei unfair, einen so jungen Athleten an einer sensationellen Einzelleistung zu messen, die im Moment noch nicht seinem dauerhaften Leistungsstandard entspreche und entsprechen könne: „Das Niveau ist eher 80, aber er wird immer dran gemessen und es heißt es immer: Joa, 10 Meter drunter. Da wollen wir nicht einstimmen, 80 plus ist das Ziel.“ Es sei „schön, dass er die Quali für Paris geschafft hat“, nun aber gehe es um eine realistische Erwartungshaltung.
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Der für Bayer Leverkusen startende Dehning verblüffte bei den deutschen Winterwurf-Meisterschaften mit einem neuen U20-Weltrekord (und inoffiziellen U23-Weltrekord). Konstant halten konnte er dieses Weltklasse-Niveau seitdem nicht, bei der EM in Rom wurde er Zwölfter. Der deutsche Hoffnungsträger in Paris ist unter normalen Umständen Vize-Europameister Julian Weber, der EM-Sieger von München 2022.