Gesamtspitzenreiter Tadej Pogacar darf wohl auch im weiteren Verlauf der Tour de France auf seinen wichtigsten Berghelfer Joao Almeida hoffen. Der Portugiese stand trotz seines am Freitag erlittenen Rippenbruchs am Samstag an der Startlinie und machte sich mit dem Rest des Peloton auf die 171 Kilometer lange 8. Etappe.

Vor dem Rennen zeigte sich Almeida mental gerüstet und versucht, positiv nach vorne zu blicken.

Wichtiger Pogacar-Helfer: Joao Almeida
Wichtiger Pogacar-Helfer: Joao AlmeidaWichtiger Pogacar-Helfer: Joao Almeida

„Die Rippe ist tatsächlich gebrochen, aber mir geht es den Umständen entsprechend nicht so schlecht, es war ein sehr schneller Crash. Es hätte viel schlimmer kommen können, deswegen möchte ich positiv bleiben“, erklärte er im Gespräch mit Eurosport.

Almeida offenbart Sorgen: „Ich hoffe, ich komme durch den Tag“

Eine ganz klare Prognose konnte der angeschlagene Edelhelfer von Pogacar aber nicht abgeben. „Ich hoffe, ich komme durch den Tag und schaue mir an, wie es geht“, gab er zu bedenken.

Nun gehe es für ihn darum, „sich so gut zu erholen wie möglich“. Schließlich hat er nicht nur eine Rippenverletzung abbekommen, sondern auch weitere Blessuren, die problematisch werden könnten.

„Meine linke Hand fühlt sich nicht toll an und auch mein Finger tut weh. Ich hoffe, ich kann mein Rad vernünftig kontrollieren und normal bremsen“, erklärte er.

Almeida will nichts erzwingen: „Gesundheit steht an erster Stelle“

Sollten sich die Schmerzen als zu groß erweisen, möchte er „einen Call“ geben und gegebenenfalls aussteigen.

„Die Gesundheit steht an erster Stelle. Das Team hat gesagt, ich soll tun, was ich für richtig halte“, erläuterte er. Zunächst möchte er aber auf die Zähne beißen und seinem Team helfen. „Ich bin jetzt hier, um für das Team da zu sein. Nutzlos zu sein und nichts für meine Kollegen tun zu können, wäre auch kein gutes Gefühl für mich“, gab er zu bedenken.

Positiv für Almeida ist wohl die Tatsache, dass die Etappen acht und neun reine Flachetappen ohne größere Schwierigkeiten sind. Die Marschroute dürfte hier jedenfalls klar sein. „Spar Energie, überlebe den Tag“, gab Eurosport-Experte Jens Voigt ihm einen klaren Ratschlag.

Teamarzt prognostiziert Almeida schwierige Tage

Nach der Etappe am Freitag hatte Adrian Rotunno, Teamarzt von UAE Emirates-XRG, nach einer eingehenden Untersuchung leichte Entwarnung gegeben. Der Portugiese sei bei seinem schweren Sturz „ohne ernsthafte Verletzungen“ davongekommen.

„Die nächsten Tage werden schwierig für ihn, aber zum jetzigen Zeitpunkt sollte er die morgige Etappe starten können“, sagte der Arzt weiter über den 26 Jahre alten Tour-de-Suisse-Sieger.

Almeida habe „einen unkomplizierten Rippenbruch auf der linken Seite“ erlitten sowie „einige schwere Schürfwunden am Körper“ davongetragen, aber keine Gehirnerschütterung. „Wir werden ihn weiterhin sorgfältig beobachten“, erklärte Rotunno.

Tour-Favorit Tadej Pogacar konnte am Freitag beim schweren Zielanstieg zur Mûr-de-Bretagne das Gelbe Trikot zurückerobern. Teamkollege Almeida war hingegen in der hektischen Schlussphase wie auch einige andere Fahrer schwer gestürzt. Das Ziel erreichte er mit mehr als zehn Minuten Rückstand.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)