Aus für Eva Lys bei den French Open: Die Hoffnungsträgerin aus Hamburg hat den erstmaligen Einzug in die dritte Runde bei dem Sandplatz-Highlight in Paris klar verpasst. Die 24‑Jährige unterlag am Mittwoch in ihrem Zweitrundenduell der erfahrenen Rumänin Sorana Cirstea mit 3:6, 0:6. Für Lys endete damit der Traum vom nächsten großen Lauf bei einem Major.
Im ersten Satz sei ihr der Rücken „etwas weggebrochen. Und dann konnte ich nicht mehr das spielen, was ich wollte“, sagte Lys unter Tränen: „Ich habe durch mein Rheuma immer wieder Rückenprobleme, die ich die letzten Wochen mitgeschleppt habe. Es gibt einfach Tage, an denen es nicht geht.“ Vor allem „mit so einem schwierigen Start ins neue Jahr ist das halt scheiße“, fügte Lys an.
„Die Tendenz geht bei Eva Lys in die falsche Richtung. Ich habe sie auch im Training ein bisschen verfolgt. Für mich spielt sie Hartplatz-Tennis auf einem Sandplatz“, sagte Eurosport-Experte Boris Becker: „Deswegen würde ich mal überlegen, so ein bisschen die Strategie und die Trainingsform zu ändern.“
Nach zuvor wechselhaften Ergebnissen in diesem Jahr auf der WTA‑Tour hatte Lys zum Auftakt in der französischen Hauptstadt gegen die Kroatin Petra Marcinko überzeugt und wollte nachlegen. Doch letztlich leistete sie sich zu viele leichte Fehler, um die Weltranglisten-18. auszuschalten. Der bislang größte Grand‑Slam‑Erfolg bleibt damit ihr sensationeller Lauf bis ins Achtelfinale der Australian Open 2025. Letzte Deutsche im Fraueneinzel ist damit Tamara Korpatsch, die in der dritten Runde steht.
Lys startete stark, führte 3:1 im ersten Satz, brach dann aber ein. Cirstea, die nach der laufenden Saison ihre Karriere beenden möchte, überragte nicht, kontrollierte das Geschehen nun aber und zog auch im zweiten Satz schnell davon. Lys konnte nicht mehr dagegenhalten.