Jakub Mensik ließ sich nach seinem dramatischen Einzug in die dritte Runde der French Open völlig erschöpft auf den Rücken fallen – und konnte nicht mehr aufstehen. Von Krämpfen geplagt wälzte sich der tschechische Tennisspieler nach seinem Kraftakt über 4:41 Stunden bei brütender Pariser Hitze auf dem roten Sand, sein geschlagener Gegner Mariano Navone lief herüber und gratulierte dem am Boden liegenden 20-Jährigen fair.

„Ich war ziemlich gut vorbereitet auf das Match in den Bedingungen. Ich konnte dann aber ab dem 4. Satz keine Elektrolyte mehr zu mir nehmen, was dann zu den Problemen geführt hat“, sagte Mensik: „Es war verrückt bei den Bedingungen. Mittlerweile habe ich ein Eisbad genommen und ein bisschen Regeneration im Gym gemacht.“

Erst nach einer gefühlten Ewigkeit kümmerten sich Sanitäter mit Eisbeuteln um den ausgelaugten Profi. Nach einigen Minuten schleppte sich Mensik, Nummer 27 der Welt, unter dem Applaus der Zuschauer vom Platz.

Schon im hochspannenden Match-Tiebreak wurde Mensik von Krämpfen geplagt und bekam zweimal eine Aufschlagstrafe aufgebrummt, weil er für sein Service zu lange brauchte. Dennoch behielt der Miami-Champion von 2025 die Nerven, gewann vor einem ekstatischen Publikum auf Court 6 schließlich mit 6:3, 2:6, 6:4, 1:6, 7:6 (13:11) und zog erstmals in die dritte Runde von Roland Garros ein.