Die lange Suche nach Austragungsorten für die Eissport-Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen 2030 führt nun wohl nach Lyon. Die Metropole im Südosten Frankreichs erscheine wie eine „Lösung, die in der Lage ist, dieser Situation gerecht zu werden“, das teilte das Organisationskomitee nach einer Sitzung am Freitag mit. Ursprünglich waren die Wettbewerbe in Nizza geplant, dort allerdings auf Widerstände gestoßen: Bürgermeister Eric Ciotti hatte sich gegen die Errichtung einer Eishockey-Spielfläche im Fußballstadion von OGC Nizza ausgesprochen.
„Die in Nizza gesuchten Alternativlösungen haben sich als unzureichend erwiesen“, hieß es nun im Statement am Freitag. Eine mit dem Vorgang vertraute Quelle bestätigte der AFP bereits eine grundsätzliche Entscheidung für den Standort Lyon, wo die verschiedenen Wettbewerbe nun gebündelt werden sollen. Vor den Toren der Stadt steht etwa die LDLC Arena, eine Mehrzweckhalle gleich neben dem Fußballstadion von Olympique Lyon.
Ursprünglich sollten Eishockey, Eiskunstlauf, Curling und Shorttrack in Nizza stattfinden. Angesichts von Ciottis Haltung musste die Planung aber angepasst werden, die Organisatoren prüften dann zunächst lediglich eine Verlegung der Eishockeyturniere nach Lyon oder Paris. Auch auf Wunsch des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sollen die betroffenen Sportarten aber weiterhin nah beisammen bleiben. Ausnahme ist der Eisschnelllauf, der im Ausland stattfinden wird. Infrage kommen Heerenveen in den Niederlanden und Turin.