Im Sommer 2024 wurde Alexandra Burghardt Teil eines illustren Kreises, nun hat die Sprinterin ihre Karriere beendet. „Danke für diese unglaubliche Reise“, verkündete die 32-Jährige in einem emotionalen Abschiedsvideo auf Instagram, das sie nicht nur im Vollsprint auf der Aschebahn zeigt: Denn in ihrer Sportlaufbahn war Burghardt vergönnt, was nur den wenigsten Athleten gelingt.
Bei den Sommerspielen in Paris lief sie mit der deutschen Staffel sensationell über die 100 Meter zu Bronze, ihre erste Medaille bei Olympia war es allerdings nicht. In der Eisrinne in Peking zwei Jahre zuvor schob sie den Zweierbob von Pilotin Mariama Jamanka zu Winter-Silber.
Eine Medaille bei beiden Ausgaben der Olympischen Spiele gelang aus deutscher Sicht zuvor nur Christa Luding, ehemalig Rothenburger, die zu ihrer erfolgreichsten Zeit in den 1980er Jahren sowohl im Eisschnelllauf als auch im Radsport zur Weltspitze gehörte. Aber auch auf internationaler Ebene ist der Kreis der Athleten höchst exklusiv.
Burghardts Ausflüge in den Wintersport blieben temporär, Medaillen sicherte sie sich hauptsächlich mit der Staffel auf der Laufbahn: Bronze gab es auch bei der Weltmeisterschaft 2022 in Eugene, bei der EM in München im selben Jahr war es sogar Gold. Am größten Sportereignis der Welt nahm Burghardt insgesamt vier Mal Teil, drei Mal davon im Sommer.
„Es war eine fantastische Zeit voller unvergesslicher Momente, Erfahrungen und Begegnungen“, sagte Burghardt: „Jetzt freue ich mich auf ein neues Kapitel.“