Die VBL Club Championship befindet sich auf der Zielgeraden.
In der vergangenen Woche trafen die Vereine einmal mehr in einem Doppelspieltag aufeinander, um die nächsten Punkte auszuspielen. Der finale Showdown der Rückrunde steht kurz bevor und die Teams wissen, dass ab sofort jeder Punktgewinn den Playoff-Traum am Leben hält. Beide Divisionen steuern derweil auf einen echten Krimi an Matchday 26 zu, da ein Großteil aller Teams noch berechtigte Ambitionen hegt.
Es stellt sich die Frage: Wer behält die Nerven?
VBL Süd-Ost-Division: Ingolstadt löst Final-Ticket, Heidenheim on fire
Glückwunsch an Ingolstadt! Die Schanzer haben sich als erstes Team der VBL CC für das Grand Final qualifiziert. Auch am vorletzten Doppelspieltag stellte das vor der Saison neu formierte Duo Phillip „Eisvogel“ Schermer sowie Timo „Timox“ Siep die eigene Qualität unter Beweis und fegte nur so über die Konkurrenz hinweg. Auf die Neuner-Bombe gegen Darmstadt folgte ein souveräner 6:3-Erfolg gegen das Schlusslicht aus Mainz. Lediglich die 1:4-Niederlage im Xbox-Duell sorgte für einen kleinen Schönheitsfehler. In Anbetracht der sicheren Final-Teilnahme allerdings ein leicht zu verschmerzender Umstand. Für die Tormaschinen des Südostens gilt es in den letzten Partien den ersten Platz gegenüber RB Leipzig zu verteidigen.
Trotz des Debüts von FIFA-Wunderkind Anders Vejrgang steht der Titel-Aspirant aus Sachsen rein rechnerisch noch nicht ganz sicher unter den besten vier. Obwohl die Roten Bullen die Verfolger aus Augsburg mit einem 7:1-Erfolg auf Distanz halten sowie gegen Fürth sechs weitere Zähler einheimsen konnten, fehlten am Ende zwei Punkte für die vorzeitige Qualifikation. Der amtierende deutsche Meister hatte etwas dagegen. Heidenheim läuft im Endspurt zur Höchstform auf und rückt mit 15 Zählern bis auf Rang drei vor. Vor allem der Triumph über die in den vergangenen Wochen so stark aufspielende TSG aus Hoffenheim bringt den aktuellen Champion in eine hervorragende Ausgangslage vor Matchday 25 und 26. Die Mission Titelverteidigung liegt im wahrsten Sinne in der eigenen Hand.
VBL Nord-West-Division: Hansa-Kogge auf Erfolgswelle, Bayer04 säuft ab
Holla, die Waldfee! VBL-Neuling Rostock könnte am abschließenden Doppelspieltag die größte Überraschung der Spielzeit 21/22 perfekt machen und sich direkt für das Grand Final qualifizieren. Die Jungs aus dem Norden setzten einer starken Debüt-Saison durch ihre Performance gegen die Verfolger aus Bochum und Leverkusen die Krone auf. Mit 18 Punkten, was gleichbedeutend mit der Optimal-Ausbeute ist, unterstrich die Hansa-Kogge nicht nur den Status des Geheimfavoriten, sondern reitet auch ganz oben auf der Erfolgswelle. Zum ersten Mal steht das Roster um Coach Markus „Moegogaming“ Kunze in den Top 2. Jetzt heißt es cool bleiben und Nerven bewahren.
Bei Leverkusen sieht es dagegen ganz düster aus. Auf die 9:0-Klatsche gegen jene Rostocker folgte eine weitere Abreibung. Im rheinischen Duell mit den eSportlern des 1. FC Köln setzte es die nächste 0:9-Schlappe und damit das Aus aller Playoff-Träume. Da Bayer04 bereits 23 Spiele auf dem Konto hat, reichen die verbleibenden Punkte nicht mehr aus, um sich noch Hoffnungen machen zu können. Das historisch schlechte Ergebnis ist zudem einmalig in der VBL-Geschichte des Vereins. Weiter oben sehen die Vorzeichen bei Hannover 96 nach dem ersten Sieg seit Wochen wieder rosiger aus. Das 9:0 über schwache Kieler könnte das lange vermisste Selbstvertrauen erneut aufleben lassen. Aufgrund der Leistung von Bremen, die nur fünf Zähler verbuchen konnten, ist sogar der Platz an der Sonne noch in Reichweite.
Virtual Bundesliga 2021/22: So geht es weiter
Bereits in dieser Woche fällt der letzte Vorhang der Divisions-Phase in der VBL Club Championship. Aufgrund der engen Konstellationen in beiden Tabellen werden die finalen Entscheidungen zwar erst in den Partien an Spieltag 26 fallen, doch für einige Teams wird der Titel-Traum schon vorher platzen. Jeder Fehler kann das Aus bedeuten.
In der Süd-Ost-Division will Leipzig nach Ingolstadt den zweiten direkten Spot im Grand Final klarmachen. Nur ein Sieg respektive zwei Remis genügen für die zweite Teilnahme in Serie. Dahinter kämpfen sieben Klubs um eines der begehrten Tickets für Playoffs. Zurzeit stehen stehen Heidenheim und Hoffenheim noch über dem Strich, doch auf beide warten echte Brocken. Besonders der FCI könnte hier zum Zünglein an der Waage werden. Der Spitzenreiter trifft sowohl auf die TSG als auch den amtierenden Meister. Darüber hinaus kommt es zu direkten Duellen mit Nürnberg und Darmstadt.
In der Nord-West-Division geht es deutlich kuschliger zu. Lediglich elf Zähler trennen Tabellenführer Bremen vom Sechsplatzierten 1. FC Köln. Nach den schwachen Auftritten gegen die Mannschaften aus Hamburg muss selbst der Rekordsieger wieder bangen. Bis hin zu Gladbach auf Rang neun ist alles möglich. So kommt es in nahezu jedem Matchup zu einem entscheidenden Aufeinandertreffen. Zu den Highlights zählen Köln vs. Hamburg, Bremen gegen Bochum und der Showdown zwischen Rostock und Hannover.