Am Wochenende sorgte ein Vorfall der negativen Sorte für Aufsehen in der kompetitiven FIFA-Szene. Im Rahmen des ersten Online-Qualifiers auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in FIFA 23 gelang es einem gebannten Profi sich unter die Teilnehmer zu schmuggeln.
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Erst im Laufe des Turniers, das den Auftakt der Global Series in der Solodisziplin markierte, konnte der Betrug aufgedeckt werden – und das ausgerechnet vom aktuellen FeWC-Sieger Umut „RBLZ_Umut“ Gültekin!
Umut entlarvt illegalen Teilnehmer
In der vierten von insgesamt acht Runden der Swiss-Stage sah sich der Leipziger einem Kontrahenten mit dem ominösen Namen „TheRealOne99″ gegenüber. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte beide all ihre Matches gewinnen, wodurch es erst zu dieser Paarung kommen konnte. Doch obwohl anhand der ID nicht auszumachen ist, wer sich hinter dem Pseudonym befindet, konnte der Betrüger während des Hinspiels entlarvt werden.
Da die Online-Qualifier der Global Series in Kooperation mit der Webseite Battlefy organisiert werden, benötigen die Teilnehmer dort ein eigenes Profil. Hier wird auch ersichtlich, dass FGS1 der erste Wettbewerb ist, an dem der Account unter dieser ID teilnimmt. Ein Blick auf den Namen offenbart dabei die wahre Identität des Spielers. Hinter „canelfsv6262″ verbirgt sich Canel „CaNeL_10_FsV“ Burcu.
Jener wurde im vergangenen Ableger der Fußball-Simulation aufgrund diskriminierender Äußerungen gegenüber eines rumänischen Profis permanent von allen EA-Wettbewerben ausgeschlossen. Nach dem Match gegen RBLZ_Umut, das der Weltmeister auf sportlicher Ebene sogar für sich entscheiden konnte, wurde er aus dem Wettbewerb geworfen. Der Turnierbaum wurde allerdings nicht mehr angepasst. Zum Leidwesen der eSportler, die gegen ihn eine Niederlage einstecken mussten.
Kein Einzelfall in FIFA 23
Tatsächlich ist es nicht das erste Mal in dieser Saison, das sich CaNeL_10_FsV unerlaubterweise Zutritt zu einem Qualifier verschafft hat. Unter dem Namen „SurLeMain“ war der Profi bereits im Teilnehmerfeld des deutsch-österreichischen Brackets der eChampions League zu finden. Über den entsprechenden Link gelangt man auf Battlefy ebenfalls zum Profil von „canelfsv6262″.
Hier konnte Jamie „Chaser“ Bartel aus der eSports-Abteilung des VfL Bochums den Schwindel aufdecken – ohne Konsequenzen. Der Twitter-Post des FIFA-Talents zeigt zudem einen homophoben Kommentar des Kanals „SurLeMain“, welcher nur wenige Tage nach dem Vorfall, der letztlich zu Canel Burcus Sperre geführt hat, veröffentlicht wurde und sich an den selben rumänischen Pros richtet, den er vor seinem Identitätswechsel bereits rassistisch beleidigt hatte.