Von Reinhard Franke
München – Es geht wieder los!
Am Freitag startet die Zweite Liga mit dem Eröffnungsspiel Fortuna Düsseldorf gegen Eintracht Braunschweig (ab 20.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER) in die neue Saison.
Fans und Verantwortliche der 18 Klubs fiebern dem ersten Anpfiff entgegen. Als Topkandidaten auf den Aufstieg gelten sicherlich der 1. FC Kaiserslautern, die SpVgg Greuther Fürth und der 1. FC Nürnberg, der mit einem neuen Trainer den direkten Wiederaufstieg anpeilt.
SPORT1 ist weiter ganz nah dran und hat die Trainer der drei Spitzenklubs vor dem Saisonstart zum Interview gebeten.
Club-Coach Valerien Ismael, Fürths Trainer Frank Kramer und Lautern-Coach Kosta Runjaic sprechen bei SPORT1 über ihre Mannschaften, die Konkurrenz und die aktuelle Lage im Unterhaus.
SPORT1: Herr Ismael, mit welchen Erwartungen und Emotionen gehen Sie in Ihre erste Zweitliga-Saison als Cheftrainer?
Valerien Ismael: Die Zweite Liga ist die beste der Welt. Das ist eine schöne Herausforderung. Als Trainer möchte ich attraktiven und erfolgreichen Fußball spielen lassen. Die Rahmenbedingungen dafür sind in Nürnberg gegeben, deshalb freue ich mich auf diese Aufgabe.
SPORT1: Herr Kramer, mit welchem Gefühl blicken Sie auf den Saisonstart?
Frank Kramer: Mit großer Vorfreude. Wir haben uns fünf Wochen lang intensiv vorbereitet, um gut gerüstet in die Spielzeit zu starten. Wir hoffen natürlich, dass die Schufterei sich gelohnt hat. Allgemein rechne ich aber damit, dass die Zweite Liga in diesem Jahr nochmal ausgeglichener ist. Wir werden super viele enge Spiele erleben. An Spannung wird es bestimmt nicht fehlen.
SPORT1: Wie ist es bei Ihnen, Herr Runjaic?
Kosta Runjaic: Ich freue mich immer auf die neue Saison, weil da die Karten neu gemischt werden und man Dinge besser machen kann, die in der Spielzeit davor nicht optimal waren. Wir wollen auf jeden Fall eine gute Rolle spielen und unseren Fans das Gefühl vermitteln, dass es sich lohnt, diese Mannschaft auf ihrem Weg zu unterstützen.
SPORT1: Was ist für den Club in der neuen Runde drin?
Ismael: Das Ziel ist ganz klar der Wiederaufstieg. Der Verein mit diesen Fans gehört einfach in die Erste Liga. Es wird nicht leicht, aber wir arbeiten intensiv dafür, dass wir um den Aufstieg mitspielen werden.
SPORT1: Wer sind die härtesten Kontrahenten von Nürnberg und warum?
Ismael: Ich möchte keine einzelne Mannschaft nennen. Es gibt einen Pool aus etlichen Aufstiegsaspiranten. Es wird auf viele Kleinigkeiten in den einzelnen Spielen ankommen. Wichtig wird sein, dass wir jedes Spiel hochmotiviert angehen und flexibel auf Spielsituationen reagieren können. Dann werden wir erfolgreich sein.
SPORT1: Auf wen muss die Spielvereinigung am meisten aufpassen?
Kramer: Als erstes Bochum, dann Nürnberg und anschließend Ingolstadt. Also letztlich immer unser nächster Gegner. Klar, die Antwort gibt jetzt maximal fünf Euro für das Phrasenschwein, aber so ist es nunmal. Zumal wir mit unserer sehr jungen Mannschaft gut beraten sind, uns voll und ganz auf uns zu konzentrieren und einen Schritt nach dem anderen zu machen..
SPORT1: Und wer ist die größte Konkurrenz für den FCK?
Runjaic: Nürnberg ist auf die Erste Liga ausgerichtet, will sicher direkt wieder hoch. Thorsten Lieberknecht mit Braunschweig weiß wie Aufsteigen geht und gehört ebenso zu den Favoriten. Fürth schafft es immer – trotz Zu- und Abgängen – eine schlagkräftige Truppe zusammenzubekommen, um oben mitzuspielen. Düsseldorf, Pauli, die Löwen und Union sind ambitioniert und haben Einiges verändert. Man darf gespannt sein, wo sich das besonders auszahlt. Auch die Aufsteiger, insbesondere natürlich Leipzig mit seinen Möglichkeiten, sind sehr ernst zu nehmen und können eine Überraschungsrolle wie in der letzten Saison der KSC spielen.