Arminia Bielefeld hat einen weiteren wichtigen Sieg in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst – und muss im Endspurt um den Klassenerhalt erstmal auf Trainer Mitch Kniat verzichten. Die Ostwestfalen mussten sich zum Auftakt des 32. Spieltags nach langer Führung mit einem 1:1 (1:0) gegen den VfL Bochum begnügen, nach Abpfiff sah Kniat die Rote Karte. Der Coach hatte sich lautstark bei Schiedsrichter Tobias Stieler beschwert und wird seiner Mannschaft mindestens beim Auswärtsspiel in Kaiserslautern am kommenden Freitag (18.30 Uhr/Sky) fehlen.

„Ich bin zu ihm hingegangen und meine Worte waren wortwörtlich: ‚Ich finde es geisteskrank, dass die letzten Aktion abgepfiffen wird.'“, sagte Kniat über die Diskussion mit Stieler bei Sky: „Also nichts über ihn oder sonst was. Ich würde mich nie über jemanden aufregen. Mich trifft das brutal hart, es ist scheiße. Ich darf das nicht sagen.“

Joel Grodowski (27.) brachte den Aufsteiger mit einem verwandelten Foulelfmeter nach Videobeweis in Führung, nach dem Erfolg beim Schlusslicht Preußen Münster (3:2) gelang der zweite Sieg nacheinander aber nicht. Moritz-Broni Kwarteng (79.) glich für den VfL, der nun sieben Punkte Vorsprung auf die Plätze 16 und 17 hat, nach einem Konter aus. Bielefeld liegt drei Zähler vor der Abstiegszone. Die Konkurrenz kann am Sonntag nachziehen.

Der DFB-Pokalfinalist der Vorsaison begann energisch. Nach einem Eckstoß trat Cajetan Lenz seinem Gegenspieler Robin Knoche auf den Fuß, nach Ansicht der Videobilder entschied Schiedsrichter Tobias Stieler auf Strafstoß. Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Bielefelder aktiver, Bochum kam nur vereinzelt zu Chancen. Im Anschluss einer eigenen Ecke liefen die Arminen dann in einen Konter, Kwarteng blieb cool und rettete den Gästen einen wichtigen Zähler.