Im Umfeld des FC Bayern wird derzeit viel spekuliert über die Zukunft von Robert Lewandowski. Spätestens seitdem feststeht, dass Carlo Ancelotti ab Sommer als neuer Trainer an der Säbener Straße anheuert.
Was die Stürmerfrage angeht, weiß man von dem italienischen Coach nämlich vor allem eins: Er hat einen Liebling – und der spielt derzeit (noch) nicht beim Rekordmeister.
Das ist mal eine Ansage! Bayern-Torjäger Robert Lewandowski lässt das angebliche Bayern-Interesse an Neapels Stürmerstar Gonzalo Higuain offensichtlich kalt.
Die Rede ist von Gonzalo Higuain, derzeit in Diensten des SSC Neapel, aktueller Tabellenführer in Italien. Auch wenn Higuain Real Madrid einst kurz nach Ancelottis Amtsantritt verließ, lässt der italienische Coach kaum Gelegenheiten aus, den Goalgetter öffentlich über den grünen Klee zu loben.
In München wird deshalb inzwischen nicht einmal mehr unter vorgehaltener Hand getuschelt, dass der 56-Jährige Higuain am liebsten zum FC Bayern lotsen würde. Was wiederum die Rolle von Robert Lewandowski in Frage stellen würde.
In dieses Personal-Roulette mischt sich nun ein Mann ein, der ein gehöriges Wörtchen mitzureden hat über die Zukunftspläne Higuains: Mauricio Sarri, sein Trainer bei Neapel.
Nach dem 4:2-Sieg bei Sampdoria Genua am Wochenende sprach sich Sarri eindeutig für den Verbleib des Argentiniers aus. „Higuain ist wie ein Hund. Er verschlingt jede Chance, die er bekommt“, schwärmte der Coach bei Mediaset Premium von seinem Stürmer. Und betonte mit Nachdruck: „Ich würde ihn für niemanden eintauschen, nicht mal für Lewandowski.“
Der argentinisch-französische Stürmer gilt als einer der Lieblingsspieler des kommenden Bayern-Trainer Carlo Ancelotti. Hier sind die besten Szenen von Neapels Angreifer.
Einmal in Fahrt gekommen, legte Sarri gleich nach: Higuain sei für ihn „der beste Stürmer in Europa, vielleicht sogar der Welt“.
Forsche Töne, die auch Robert Lewandowski vernommen haben wird. Um sich dem potentiellen Nachfolger vom Hals zu halten, ließ der Pole in der vergangenen Woche schon mal ausrichten, dass er wenig Anlass sieht für personelle Neuerungen in der Offensivabteilung seines Klubs.
„Wenn ich da bin, wozu braucht Bayern einen Stürmer?“, fragte Lewandowski selbstsicher. Fußball-Experten wie Sarri hätten eine Antwort auf seine Frage parat: Higuain. Womöglich sieht das ja bald auch Carlo Ancelotti so.