Nach dem Rassismus-Skandal, der das Turiner Derby überschattete, hat sich der italienische Staatssender Rai 2 bei Medhi Benatia entschuldigt.

„Der Rai tut der rassistische Vorfall um Benatia während der Sendung Calcio Champagne aufrichtig leid, der zum Glück nicht von den Fernsehzuschauen zu hören war“, schrieb der Sender in einer Pressemitteilung.

Was war passiert? Nach dem 1:1 zwischen Juventus und dem FC Turin bat der italienische Staatssender Rai 2 den ehemaligen Bayern-Verteidiger und jetzigen Juve-Profi zum Interview.

Benatia bekam die Fragen vom Studio aus über einen Kopfhörer zugestellt – doch offenbar waren nicht nur die Fragesteller zu hören.

Mit einem Sieg hätte Juventus Turin vorzeitig den Meistertitel in der Serie A einfahren können. Doch der FC Turin bereitet dem Stadtrivalen erhebliche Probleme.

Mit einem Sieg hätte Juventus Turin vorzeitig den Meistertitel in der Serie A einfahren können. Doch der FC Turin bereitet dem Stadtrivalen erhebliche Probleme.

Nachdem zumächst alles reibungslos verlief, stockte der Marokkaner auf einmal und brach das Interview mit den Worten „da beleidigt mich jemand“ ab.

Dabei war auch eine männliche Stimme zu hören, der Benatia mit den Worten „Marocchino di merda“ (sch… Marokkaner) übel beleidigte.

Die Moderatoren der Sendung sprachen daraufhin von technischen Störungen und fuhren mit der Sendung fort.

Offenbar handelte es sich bei dem Übeltäter nicht um einen Techniker der RAI – jedenfalls bestritt der TV-Sender entsprechende Vermutungen. Die Untersuchungen des Skandals würden aber fortgesetzt.

Champions-League-Halbfinalist Juventus brachte am Sonntagabend in einer Stellungnahme seine Empörung zum Ausdruck und forderte den Sender zur Klärung der Hintergründe auf.

Johannes Fischer wuchs in Mailand vor den Toren von San Siro auf und bekam dort in den 80er-Jahren die gesammelte Weltelite des Fußballs zu sehen. Studierte nach dem Abitur an der Sporthochschule in Köln...