Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool am Samstag einen verdienten Sieg eingefahren.

Im Interview nach dem Spiel zeigte sich der Trainer der Reds über den 2:0-Erfolg gegen Burnley zwar erfreut – schnell wurde jedoch auch klar, dass ihm auch noch ein anderes Thema auf der Zunge brannte.

Denn Klopp war mit der harten Gangart der Gegenspieler überhaupt nicht einverstanden – der 54-Jährige stellte sogar die neuen Regeln im englischen Spitzenfußball in Frage. Zur Erinnerung: Liga und Schiedsrichter hatten auf der Insel vereinbart, künftig weniger zweifelhafte Fouls zu pfeifen, vor allem im Strafraum. Man wolle den Spielfluss nicht häufiger unterbrechen als absolut notwendig.

Klopps Standpunkt: “Gibt es keine Fouls mehr? Ich bin mir nicht sicher. Mir gefallen alle Entscheidungen, die das offensivere Team bevorzugen, aber wir müssen weiterhin unsere Spieler beschützen.” Er monierte harte Attacken von Ashley Barnes, Chris Wood und Josh Brownhill.

Klopp: “Das ist gesunder Menschenverstand”

“Ich bin mir nicht wirklich sicher, dass wir mit diesen Entscheidungen in die richtige Richtung gehen. Das ist nicht der Fußball, den wir sehen wollen. Solche Situationen wollen wir vermeiden.” Tatsächlich sah kein einziger Spieler von Burnley auch nur eine Gelbe Karte.

“Wir wollen das Spiel laufen lassen, aber es gibt Situationen, wo es ein Foul sein muss”, stellte Klopp klar. Überhartes Einsteigen sei zu gefährlich. “Das können wir nicht abstreiten. Schaut euch Wrestling an, wenn euch sowas gefällt.”

Vor allem bei Kopfball-Duellen müsse man über die Schiedsrichter-Linie nachdenken, da die Spieler in der Luft teils ungeschützt seien. “Das sage ja nicht nur ich, das ist gesunder Menschenverstand, das ist Sportwissenschaft.”