Die Vereine der Premier League stellen sich gegen Newcastle United!

In einem ligaweiten Treffen der Klubs am Montag verabschiedeten die Klubs eine signifikante Veränderung der Regularien. Wie der Guardian berichtet, zielt diese auch darauf ab, dem Neuankömmling das Leben schwer zu machen.

Die zunächst nur für einen Monat geltende Regeländerung verbietet es den 20 Vereinen der englischen Eliteliga, Sponsoringverträge mit Unternehmen abzuschließen, die in Verbindung zu ihren eigenen Besitzern stehen.

Dem Bericht zufolge stimmten 18 Klub-Bosse für den Antrag, nur Newcastle soll eine Gegenstimme erhoben haben. Manchester City enthielt sich derweil offenbar.

Newcastle wehrt sich gegen Regeländerung

Newcastle, bei dem Treffen von Manager Lee Charnley vertreten, nannte den Vorgang „unrechtmäßig“. ManCity soll sich enthalten haben, weil auch deren Vertreter die Abstimmung für nicht ordnungsgemäß hielten.

Zum Hintergrund: Der saudi-arabische Staatsfonds unter dem Einfluss des Kronprinzen Mohammed bin Salman, dem dem schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, hatte Newcastle Anfang Oktober übernommen.

Der Deal wurde von der Premier League durchgewunken, offenbar ohne dabei alle Klubs mit ausreichend Vorlauf zu informieren. Verhindern können sie den Einstieg nun nicht mehr, erschweren können sie den neuen Besitzern die Arbeit aber.

Auch City ist den anderen Klubs ein Dorn im Auge

Die jetzt durchgeführte Änderung wird aber schon länger angestrebt, dem Guardian-Artikel zufolge soll bald auch eine dauerhafte Lösung her. Verhindert werden soll, dass der neureiche Klub seine Verbindungen nach Saudi Arabien dafür nutzt, Sponsoring-Verträge ans Land zu ziehen und sich so einen Vorteil zu verschaffen.

Weil dies in der Vergangenheit auch schon Manchester City vorgeworfen wurde, ist eine Regeländerung schon seit längerer Zeit auf der Agenda der restlichen Klubs.

Citys Hauptsponsor ist bekanntermaßen die Fluglinie Etihad Airways, die den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört – genauso wie die Abu Dhabi United Group, der wiederum City gehört.

Ob sich die Premier-League-Klubs durchsetzen, wird sich zeigen.