Pep Guardiola ist für seine akribische Trainer-Arbeit bekannt.
Der Erfolgscoach von Manchester City bereitet sich mit größter Sorgfalt auf die nächsten Widersacher seines Teams vor. Vielleicht sogar mit zu viel Sorgfalt, denn mittlerweile wird ihm der Eifer in Sachen Gegner-Analyse gelegentlich sogar zum Vorwurf gemacht.
Guardiola wähle die eigene Aufstellung zu sehr nach den potentiellen Stärken beim Gegner aus, so die Kritiker.
Das dies nicht immer der Fall ist, enthüllte nun Kevin De Bruyne. Der Superstar der Skyblues berichtete im Podcast MIDMID von einer Trainingseinheit vor dem Stadtderby gegen Manchester United – das sein Team bekanntlich komfortabel mit 2:0 gewonnen hatte.
Nach 10 Minuten war das Training vorbei
„Am Tag vor dem Spiel trainieren wir normalerweise taktisch“, sagte der Belgier: „basierend darauf, wie der Gegner spielt.“
Doch vor dem United-Spiel verblüffte Guardiola die versammelte Truppe mit einem ungewöhnlichen Geständnis: „Wir wissen nicht, wie sie spielen werden. Wir werden sehen. Und nach rund zehn Minuten haben wir mit dem Training aufgehört.“ (News: Alle Infos zur Premier League)
Oft wisse Guardiola genau, wie der Gegner auftreten werde. „Dieses Mal hat er es nicht gewusst, daher wusste er nicht, was er tun sollte“, schilderte De Bruyne. Der Coach sei sich über die Formation der Red Devils schlicht nicht im Klaren gewesen.
Im Spiel zeigte sich dann aber: Exzessives Taktik-Training wäre wohl Zeitverschwendung gewesen, City setzte sich problemlos gegen United durch.