Noch vor wenigen Tagen deutete alles auf eine gemeinsame Zukunft von Ousmane Dembélé und dem FC Barcelona hin. (La Liga: Alle News)

Die Verantwortlichen des Klubs hatten zuletzt immer wieder den sportlichen Wert des Franzosen hervorgehoben – Trainer Xavi versicherte sogar bei einer Pressekonferenz, dass Dembélé seinen Verlängerungswunsch ausdrücklich hinterlegt habe.

Doch nun folgte eine drastische Wendung: Spanische Medien berichten von gescheiterten Verhandlungen zwischen dem 24-Jährigen, dessen Arbeitspapier am Saisonende ausläuft, und den Katalanen. (La Liga: Ergebnisse und Spielplan)

Demnach seien die Gespräche zwischen den beiden Parteien vorerst auf Eis gelegt – der Grund: Neue finanzielle Forderungen von der Spielerseite.

Dembélé-Forderungen zu hoch für Barca

Laut dem katalanischen Sender TV3 verlangt Dembélé ein Brutto-Gehalt über 30 Millionen Euro pro Saison. Weitere 45 Millionen sollen als Unterschriftsprämie zwischen seinem Berater Moussa Sissoko und ihm selbst aufgeteilt werden.

Summen, die Barca aufgrund seiner wirtschaftlich prekären Lage nicht stemmen will und auch nicht kann. Zwar sollen grundsätzlich noch weitere Gespräche zwischen den Lagern möglich sein, doch eine Einigung rückt nach den vorerst erfolglosen Verhandlungen in weite Ferne.

Vielmehr deutet derzeit einiges auf einen Abgang von Dembélé hin. Seit dem 1. Januar darf der Flügelspieler, der 2017 für stolze 135 Millionen Euro von Borussia Dortmund nach Barcelona gewechselt war, mit anderen Vereinen offiziell verhandeln. (La Liga: Tabelle)

Die as berichtet von einem letzten geplanten Treffen und einem Ultimatum der Barca-Verantwortlichen an Dembélé: Entweder er verlängert seinen Vertrag – oder er wird im Januar transferiert. „Alles oder nichts“, titelte die Sport.

Sollte der Flügelspieler den Klub bereits im Winter oder ablösefrei im Sommer verlassen, würde damit ein dunkles Kapitel seiner Karriere ein Ende finden. Dem Franzosen klebte während seiner bisherigen Zeit beim FC Barcelona das Pech regelrecht an den Schuhsohlen.

Dembélé verpasste bereits 100 Pflichtspiele

Dembélés lange Krankenakte geht sogar soweit, dass er seit seinem Abschied vom BVB 100 Pflichtspiele für Barca verpasste. So konnte der Angreifer nie richtig durchstarten im Trikot des spanischen Klubs.

Seine Leidenszeit begann bereits in seinem dritten Einsatz für die Katalanen: Dembélé verletzte sich am Oberschenkel und fehlte in der Folge über drei Monate. Kurz nach seiner Rückkehr auf den Rasen zog sich der Nationalspieler einen Muskelbündelriss zu.

Der ehemalige BVB-Star Ousmane Dembélé konnte seit seinem Wechsel zum FC Barcelona nicht bei den Katalanen Fuß fassen. Trainer Xavi glaubt jedoch an eine besondere Zukunft für den Franzosen.

Der ehemalige BVB-Star Ousmane Dembélé konnte seit seinem Wechsel zum FC Barcelona nicht bei den Katalanen Fuß fassen. Trainer Xavi glaubt jedoch an eine besondere Zukunft für den Franzosen.

Diese Geschichte setzte sich in den vergangenen Saisons fort: Immer wieder musste Dembélé mit neuen Rückschlägen kämpfen. 2020 zwang ihn eine Blessur am Oberschenkel zu einer langen Pause von über sechs Monaten.

Barca auch in dieser Saison lange ohne Dembélé

Und auch das aktuelle Jahr war für den talentierten Profi nicht von Erfolg gekrönt. Die Europameisterschaft fand für Dembélé mit einer Knieverletzung bereits nach zwei Spielen ein jähes Ende.

Über Monate hinweg zog sich die anschließende Genesung. Bei seinem Comeback Anfang November verletzte sich Dembélé schon wieder. So kommt er in der laufenden Saison erst auf 438 Einsatzminuten (kein Tor) für Barcelona.

Auch zum Jahreswechsel blieb Dembélé nicht vom Pech verschont. Ein positiver Coronatest zwingt den Rechtsaußen zu einer Pause bis Anfang Januar.

Einigung zwischen Juventus und Dembélé?

Dem Weltmeister von 2018 ist angesichts seiner Verletzungshistorie zu wünschen, dass er in Zukunft fit bleibt. Vielleicht läuft es für Dembélé bei einem anderen Verein künftig besser. Jedenfalls dürfte es an möglichen Interessenten nicht mangeln.

Laut Sport soll sich Dembélé bereits mit Juventus grundsätzlich auf einen Wechsel im neuen Jahr geeinigt haben. Auch Paris Saint-Germain kommt übereinstimmenden Medienberichten zufolge als mögliches Transferziel für den Franzosen in Frage.

Unabhängig davon sieht es nicht so aus, als könnte es in den stockenden Verhandlungen zwischen Barcelona und Dembélé doch noch zu einer Einigung kommen.