An ihm scheiden sich die Geister – bei Misserfolg umso mehr:

Nun hat Englands früherer Nationalspieler Jamie Carragher deutliche Kritik an Cristiano Ronaldo geübt, der bei Manchester United hinter den großen Erwartungen zurückgeblieben ist. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Premier League)

„United hat einen Fehler gemacht, Ronaldo im Sommer zu verpflichten. Es würde ein noch größerer sein, ihn für die kommende Saison zu behalten“, erklärte der ehemalige Akteur des FC Liverpool in seiner Kolumne für den Telegraph.

Dabei nannte Carragher mit Blick auf Ronaldos Mega-Gehalt von angeblich 600.000 Euro pro Woche die Verpflichtung des portugiesischen Superstars „kein kluges Investment“.

Behindert Ronaldo die Entwicklung der Mannschaft?

Carragher sprach CR7 die absoluten Weltklasse-Leistungen früherer Tage ebenso ab wie er den zu großen öffentlichen Fokus auf den 37-Jährigen monierte.

„Ob United gewinnt, verliert oder Ronaldo trifft oder in eine Mini-Torkrise gerät – es geht zu viel um die CR7-Marke und zu wenig um das Team“, so Carragher. (DATEN: Die Tabelle der Premier League)

Die Nebengeräusche um den fünfmaligen Weltfußballer, dem nach seiner Rückkehr zu United im vergangenen Sommer in 21 Premier-League-Einsätzen nur neun Tore gelangen, stören laut Carragher auch die Entwicklung seiner Teamkollegen.

Insbesondere die der jungen Spieler, weil der Trainer den verdienten Ronaldo nur schwer auf die Ersatzbank beordern könne – was Ralf Rangnick zuletzt aber sehr wohl tat.

Gegen Burnley wurde Cristiano Ronaldo nur eingewechselt, spielt unter Ralf Rangnick nicht immer durch. Bröckelt das Denkmal des mehrfachen Weltfußballers?

Gegen Burnley wurde Cristiano Ronaldo nur eingewechselt, spielt unter Ralf Rangnick nicht immer durch. Bröckelt das Denkmal des mehrfachen Weltfußballers?

Ohnehin war der deutsche Teammanager zuletzt deutlich geworden: „Er muss mehr Tore schießen, das ist offensichtlich.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Premier League)

Sancho könnte in Ronaldos Fußstapfen treten

Carragher verwies in diesem Zusammenhang auf die Entscheidung von Sir Alex Ferguson. Die United-Trainerlegende habe 2006 Stürmerstar Ruud van Nistelrooy deshalb transferiert, weil der Niederländer die Entwicklung der Youngster „gehemmt“ habe.

„Und wer erntete die Früchte? Ronaldo, der nach dem Transfer van Nistelrooys gedieh“, so Carragher weiter.

Cristiano Ronaldo sitzt im Top-Spiel beim FC Chelsea lange nur auf der Bank. Bereits während der Partie machte Ronaldo seinem Unmut auch lautstark gegenüber seinen Mitspielern Luft. Ist Ronaldos Zeit vorbei?

Cristiano Ronaldo sitzt im Top-Spiel beim FC Chelsea lange nur auf der Bank. Bereits während der Partie machte Ronaldo seinem Unmut auch lautstark gegenüber seinen Mitspielern Luft. Ist Ronaldos Zeit vorbei?

Daher sollte jetzt Ronaldo den Weg für die jüngeren Profis um Ex-BVB-Star Jadon Sancho freimachen.

„Mein Fazit im vergangenen August war, dass die Rückkehr Ronaldos wahrscheinlich mehr Probleme verursachen als lösen wird. Wenn seine United-Reunion auf eine Saison beschränkt ist, würde sein Abschied mehr Probleme lösen, als er verursacht“, meinte Carragher.

Ronaldo-Abschied im Sommer nicht ausgeschlossen

Dass es am Ende der Saison tatsächlich zu einer vorzeitigen Trennung kommen könnte, ist laut Informationen des Sunday Mirror nicht unwahrscheinlich.

Demnach soll ein Verbleib des portugiesischen Weltstars eng an die Qualifikation für die Champions League geknüpft sein.

Zwar sei dies vertraglich nicht festgehalten, sollte der Rekordmeister der Premier League die Top Vier allerdings verpassen, würden die United-Verantwortlichen dem Angreifer bei einem Abschied-Wunsch keine Steine in den Weg legen.

Manchester United steht der nächste Umbruch bevor

Zumal wohl auch im Verein selbst die Einsicht wächst, dass die Rückkehr des portugiesischen Weltstars zumindest sportlich eine Fehlentscheidung war.

Sollte Ronaldo die Red Devils tatsächlich im Sommer verlassen, könnte auf die Kader-Planer um Rangnick angesichts der ungewissen Zukunft von Anthony Martial, Mason Greenwood und Edison Cavani wohl ein größerer Umbruch warten.