103 Millionen Euro teuer ist der Transfer Jude Bellinghams zu den Königlichen, da sind etwaige Boni noch gar nicht berücksichtigt.
Borussia Dortmund erhält somit eine kräftige Finanzspritze, Real Madrid einen herausragenden Mittelfeldspieler. So weit, so gut. Doch was machte Real Madrid so interessant für Bellingham, dass selbst finanzstarke Klubs keine Chance hatten?
Ein Bericht der spanischen Marca deckt sich mit SPORT1-Informationen, wonach es insbesondere um Werte geht. Um Bemühungen. Um Aufmerksamkeiten. Mit diesem Modell habe man bereits Aurelien Tchouameni oder auch Vinicius Jr. in die spanische Hauptstadt locken können – und nun das nächste Juwel.
Bellingham seit 18. Lebensjahr auf dem Real-Radar
Bereits als Bellingham noch für Birmingham auflief, als Minderjähriger, erschien er auf Reals Radarschirm. Nach Marca-Angaben bauten die Königlichen vor fünf Jahren ein Netzwerk zur Anwerbung junger Talente auf, um sie querbeet in Europa zu akquirieren.
Als Bellingham dann im Januar 2022 für Dortmund in eine zentralere Rolle rückte und bereits in der Bundesliga für Wirbel sorgte, soll eine erste Kontaktaufnahme mit seinen Eltern erfolgt sein. Papa und Mama Bellingham haben ein großes Wort bei den Transferaktivitäten mitzureden, Vater Mark ist zeitgleich sein Agent.
Die Bemühungen imponierten Bellingham und Real ließ seitdem nicht mehr locker.
Real macht Eindruck bei Bellingham
Beim BVB-Shootingstar rannten die Königlichen nach SPORT1-Informationen offene Türen ein.
Dass ihn Real im Sommer 2022 darum bat, keinen neuen Vertrag zu unterschreiben, war für Bellingham ein weiteres Signal. Denn obwohl Madrid einen Transfer in dieser Periode nicht stemmen konnte, brachte man sich bereits für das kommende Jahr in Stellung. Bellingham spürte das wahrhaftige Interesse.
Das Fundament für den Transfer 2023 wurde also schon im Vorfeld gelegt, in diesen ersten Begegnungen, bei Besuchen und Anrufen.
Bellingham wollte zu historischem Klub
Trotz aller Bemühungen und einem gewissen Vorsprung für Real gab es aber kein Vorverkaufsrecht, und so gesellten sich spätestens im Winter 2023 auch Premier-League-Granden wie Manchester City oder Ligue-1-Seriensieger PSG mit in den Transferpoker um den hoch gehandelten Engländer.
Real hatte aber nicht nur den Vorteil, bei Bellingham schon einen Stein im Brett zu haben – auch ein anderer Aspekt gab den Ausschlag für die Spanier.
Wie SPORT1 weiß, wollte der junge Engländer schon immer lieber zu einem historischen Klub gehen – mit Namen, Geschichte und Fans. Neureiche Teams mit zweifelhaftem Geld-Hintergrund wie ManCity und PSG hatten da schlechtere Karten.
Zu Real und Präsident Florentino Pérez dagegen unterhalten auch die BVB-Bosse gute Beziehungen – ein weiteres Mosaiksteinchen im Kunstwerk dieses Transfers.